B2-C1 Wortschatz KOMPLETT — 200 Wörter die Deutsche wirklich benutzen

Einfach deutsch, easy deutsch.19,867 words

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Okay, ich muss euch was fragen. Kennt ihr das? Ihr lernt Deutsch seit, ich weiß nicht, 2 Jahre, dre Jahre. Ihr habt B2, ihr versteht fast alles. Aber dann, ihr sagt einen Satz und die Deutschen merken sofort: "Ah, sie ist keine Deutsche. Und manche wechseln einfach zu Englisch. Das macht mich so fertig mit dem Rent. Nein, aber ehrlich, was mache ich falsch? Meine Grammatik ist okay. Meine Aussprache ist okay. Dein Problem sind nicht Grammatik und Aussprache, sondern Wörter. Dir fehlen ungefähr 200 Wörter. 200? Das ist das ist ja nichts, oder? Das ist nichts. Das sind die 200 Wörter, die, wie soll ich sagen, die den Unterschied machen zwischen oh, sie lernt Deutsch, süß und wow, die spricht ja richtig gut. Okay, aber woher weißt du, dass es genau diese 200 sind? Weil ich seit Jahren unterrichte und immer wieder sehe, B2 Lerner benutzen die gleichen 50 Wörter für alles. Ich mache, ich denke, das ist gut, das ist schlecht. Aber Deutsche sagen erledigen, bewältigen, meiner Ansicht nachvollziehbar. Nachvoll was siehst du? Genau das meine ich. Okay, okay, du hast mich überzeugt. Aber 200 Wörter in einem Video, wie lange sitzen wir hier? Ungefähr 2we Stunden. 2 Stunden? Aber warte, wir fangen an mit den Wörtern, die du heute Abend schon benutzen kannst. Alltag, Arbeit, Meinungen, die wichtigsten zuerst. Und jedes Wort bekommst du mit einer Geschichte, einem Tipp, einem Fehler, irgendwas, damit du es nicht vergisst. Und ich frage einfach alles, was ich nicht verstehe. Auch die dummen Fragen. Es gibt keine dummen Fragen. Doch gibt es, aber ich stelle sie trotzdem. Genau dafür bist du hier. Also, seid ihr ready? Warte, eins noch. Liebe Zuschauer, wenn ihr nach zwei Stunden wirklich etwas gelernt habt, dann lasst ein Like da. Nicht jetzt, am Ende. Deal. Deal. Und jetzt Thema 1. Was ist Thema 1? Die Wörter, die du brauchst von morgens bis Feierabend. Arbeit. Da brauche ich am meisten Hilfe. Ich weiß. Deshalb fangen wir damit an. Erstes Thema und ehrlich, das Wichtigste Alltag und Arbeit, weil das mein ganzes Leben ist. Aufstehen, Arbeit, Kollegen, E-Mails Chef. Und genau da fehlen mir die Wörter. Genau. Wir fangen ganz vorne an. Bevor du im Büro sitzt, musst du erstmal den Job kriegen. Das war bei mir ein Abenteuer. Dann los. Wort 1, die Bewerbung. Pfeil: Sich bewerben. Wort Nummer 1: Die Bewerbung. Das schreibst du, wenn du einen Job willst. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse. Zusammen ist das deine Bewerbung. Ich habe meine Bewerbung für die Stelle als Marketingmanagerin geschickt. Ja, kenne ich. Leider aus Erfahrung. Meine erste Bewerbung auf Deutsch. Ich habe geschrieben, ich bin sehr interessiert in dieser Job. Nein. Doch. Mein Freund hat's gelesen und gesagt, schickt das bitte nicht ab. Interessiert an dieser Stelle nicht in, nicht Job. Und lasst immer jemanden drüber lesen. Immer. Okay. Erster C1 Moment. B2 sagt ihr, ich schicke eine Bewerbung. Auf C1 benutzt ihr das Verb und Achtung, nicht für. Nicht für, ich sage immer für. Drei Möglichkeiten. Ich bewerbe mich um eine Stelle, das Ziel bei einer Firma, wo auf einer Stellenanzeige. Also, ich habe mich bei Siemens um eine Stelle im Marketing beworben. Hört ihr den Unterschied? Ich schicke eine Bewerbung. B2. Ich habe mich bei Siemens um eine Stelle beworben. C1. Gleiche Situation, komplett ander Eindruck. Um bei, auf, nie, für. Okay. Wort 2, das Vorstellungsgespräch. Das ist das Gespräch bei der Firma, wenn deine Bewerbung erfolgreich war. Nächste Woche habe ich ein Vorstellungsgespräch bei einer großen Firma. Oh Gott, mein erstes Vorstellungsgespräch in Deutschland. Ich komme rein, total nervös. Der Chef steht auf, gibt mir die Hand und ich so ganz weich. Der tote Fisch. Der was? Toter Fischhändedruck. So nennen Deutsche das, wenn die Hand schlaff ist wie ein toter Fisch. Das ist so eklig. Aber ja, genauso war's. Der Chef hat mich angeguckt, wie was soll das? In Deutschland fester Händedruck, Blickkontakt, 5 Minuten zu früh da sein. 5 Minuten zu früh ist pünktlich. Genau. Und sagt nicht, ich hatte ein Interview, sagt das volle Wort, Vorstellungsgespräch, zeigt, dass ihr auf Deutsch denkt. Wort 3: Die Qualifikation. Das sind eure Fähigkeiten, Eure Ausbildung, eure Erfahrung für einen Job. Für diese Stelle brauchen Sie eine universitäre Qualifikation. Also alles zusammen, Abschlüsse, [räuspern] Zertifikate, Berufserfahrung. Genau. Auf C1 Niveau sagt ihr, ich bringe die erforderlichen Qualifikationen mit, nicht? Ich habe gute Sachen gelernt. Ich bringe die erforderlichen Qualifikationen mit. Das klingt nach jemanden, der die Stelle verdient. Weiter. Wort 4. Einstellen. Die Firma gibt jemandem einen Job. Wir haben letzte Woche drei neue Mitarbeiter eingestellt. Das Gegenteil von kündigen. Einstellen rein, kündigen raus. Genau. Und der Einstellungsprozess in Deutschland kann lang sein. 2 3 manchmal vier Monate. Vier Monate. Erste Runde. Zweite Runde. Dritte Runde. Deutsche Firmen wählen sorgfältig aus. Geduld mitbringen. Wort 5: Das Praktikum. Eine zeitlich begrenzte Arbeit, meistens für Studenten, Erfahrung sammeln. Ich mache gerade ein Praktikum bei einer IT-Firma. Ist das immer unbezahlt? In Deutschland nicht. Wenn das Praktikum länger als 3 Monate dauert, gibt es Mindestlohn und viele bekommen durch ein gutes Praktikum ihren ersten Job. Das ist gut zu wissen. Praktikum kann also der Einstieg sein. Genau. Wort 6, die Probezeit. Die ersten drei bis sechs Monate im neuen Job. Testphase. Die Firma testet dich, du testest die Firma. Und in der Probezeit kann man leichter gekündigt werden, oder? Ja, kürzere Kündigungsfrist. Aber die Probezeit ist zum Lernen da, nicht um perfekt zu sein. Ich kenne jemanden, der hat in der Probezeit jeden Tag Überstunden gemacht, total gestresst, Angst vor Fehlern. Und was ist passiert? Sein Chef hat gesagt: "Entspann dich, Fehler sind okay. Du bist hier, um zu lernen." Genau. Die Probezeit ist das Tutorial, nicht der Endgegner. Das Tutorial, das merke ich mir. Wort 7: Das Gehalt, das Geld, dass du monatlich für deine Arbeit bekommst. Mein Gehalt beträgt 3500 € brutto. Brutto, Vorsteuern, Netto, was wirklich kommt. Und wie groß ist der Unterschied? 35 bis 40% weniger. Also 3500 brutto sind Tograd netto ungefähr. Willkommen in Deutschland. Das ist schmerzhaft. Aber davon werden Krankenhäuser und Schulen bezahlt und das Gehalt neutral, nicht der. Den Fehler machen viele. Und es gibt noch der Lohn, ähnlich, aber für Stundenbasis. Das Gehalt ist monatlich, der Lohn ist stündlich. Das Gehalt Büro. Der Lohn Stunden habe ich. Wort 8 befristet und unbefristet. Zwei Adjektive für Arbeitsverträge. Befristet, der Vertrag hat ein Enddatum. Unbefristet, kein Ende. Ich habe endlich einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen. Wie merke ich mir das? Frist bedeutet Deadline. Befristet hat eine Frist. Unbefristet ohne Frist. Kein Ende. Wie glücklich unglücklich. Das Präfix un macht es negativ. Und wenn ihr einen unbefristeten Vertrag bekommt, feiert. Das ist gold wert in Deutschland. Wort 9: Die Abteilung. Ein Bereich in einer Firma. Marketingabteilung IT-Abteilung Personalabteilung. Ich arbeite in der Marketingabteilung. Große Firmen haben viele davon, oder? Ja. Und ein Tipp: Am ersten Tag in einer neuen Firma fragt, wo alles ist. Ich bin an meinem ersten Tag eine Stunde im falschen Gebäude rumgelaufen. Wirklich? Ja. Zu schüchtern zum Fragen. Am Ende hat jemand gesagt: It ist in Gebäude C, nicht B. Einfach fragen, es ist nicht peinlich. Wort 10. Der Vorgesetzte, die Vorgesetzte. Der oder die Vorgesetzte, das ist euer Chef, die Person über euch. Mein Vorgesetzter ist streng, aber fair. Vorgesetzt? Jemand, der vor mich gesetzt wurde? Genau. Hierarchisch über dir. Das ist die wörtliche Bedeutung. Auf C1 klingt mein Vorgesetzter viel besser als mein Chef. Chef ist umgangssprachlich. Vorgesetzter ist professionell. Mein Vorgesetzter hat das Projekt genehmigt. Klingt gut. Perfekt. Wort 11. Die Überstunden. Stunden, die du mehr arbeitest als im Vertrag steht. Immer plural. Ich habe diese Woche zehn Überstunden gemacht. Deutsche machen doch ständig Überstunden, oder? Nein, das ist das Klischee. Deutsche sind effizient während der Arbeit, aber um 17 Uhr Feierabend, Familie, Freizeit. Und wenn man Überstunden macht, gibt es oft Freizeitausgleich, extra freie Tage. Das ist fair. Bei uns bekommt man nichts dafür. Deutschland nimmt Arbeitsrechte ernst. Wort 12: Die Beförderung. Pfeil erledigen. Blitz, die Beförderung. Bessere Position in der Firma, mehr Gehalt, mehr Verantwortung. Befördern heißt wörtlich nach oben transportieren. Man wird nach oben befördert. Genau. Karriereleiter. Okay. Sophia, stell dir vor, du hast die Beförderung bekommen. Teamleiterin. Dein Chef fragt: "Können Sie das Projekt bis Freitag fertig stellen?" Was sagst du? Ja, klar, ich mache das. Stopp, du bist Teamleiterin und sagst, ich mache das. Was soll ich sagen? Das erledige ich bis Freitag. Erledigen. Erledigen heißt komplett fertig, von Anfang bis Ende. Machen ist Waage. Erledigen ist dann 100%. Ich mache das klingt wie eine Praktikantin. Ich erledige das klingt wie eine Chefin. Das erledige ich bis Donnerstag. Hört ihr das? Ein Wort. Komplett anderer Eindruck und ihr könnt es überall benutzen. Ich muss noch drei Sachen erledigen. Ist das erledigt? Aber Achtung. Ihr erledigt Aufgaben. Ihr macht euch einen Kaffee, nicht verwechseln. Wort 13: Die Kündigung. Job vorbei. Zwei Situationen. Du kündigst, heißt du gehst. Dir wird gekündigt, heißt die Firma will dich nicht mehr. Einer Freundin ist das passiert. Chef kam morgens und hat einfach gesagt: "Du bist gekündigt. Ab sofort einfach so." Einfach so, keine Erklärung. Sie stand da und wußte nicht, was passiert. Okay. In Deutschland gibt es normalerweise die Kündigungsfrist. Ein bis drei Monate zwischen Kündigung und letztem Tag. War sie in der Probezeit? Ja, ich glaube schon. Dann macht es Sinn. Kürzere Frist. Aber generell in Deutschland bist du als Arbeitnehmer gut geschützt. Lest immer euren Vertrag. Okay. 13 Wörter, die Basis. Ihr könnt euch bewerben, zum Vorstellungsgespräch gehen, über Gehalt reden, Verträge verstehen. Das ist B2. Ja, das fühlt sich gut an. Aber jetzt kommt das, was euch wirklich professionell klingen lässt. Die Wörter, die ihr jeden Tag im Büro hört, aber im Lehrbuch nie gelernt habt. Die C1 Wörter. Genau. Erledigen hatten wir schon. Jetzt kommen die nächsten. Wort 14: Bewältigen. Bewältigen, das klingt ähnlich wie erledigen, aber es gibt einen wichtigen Unterschied. Bewältigen benutzt ihr, wenn etwas schwer war, eine Herausforderung. Wir haben das Projekt trotz aller Schwierigkeiten bewältigt. Also erledigen I. Sehr stark. Weiter. Wort 15. vereinbaren. Sopia, schnelle Frage. Du willst ein Meeting mit einer Kollegin. Was sagst du? Können wir einen Termin machen? Da schon wieder. Was? Oh nein. Machen. Machen. Ein C1 Sprecher sagt: "Können wir einen Termin vereinbaren?" Vereinbaren. Vereinbaren heißt etwas gemeinsam festlegen, einen Termin, eine Abmachung. Termin machen sagt jeder. Termin vereinbaren sagt jemand, der im Büro zu Hause ist. Ich habe in jeder E-Mail Termin machen geschrieben. Jeder einzelne. Ab heute vereinbaren. Können wir einen Termin für nächste Woche vereinbaren? Können wir einen Termin für nächste Woche vereinbaren? Ja, das klingt besser. Wort 16: Absagen. Absagen. Einen Termin stonnieren. Ich muss den Termin leider absagen und das Gegenteil zusagen bestätigen. Nicht cancel. Nein, absagen. Ich muss leider absagen. Das ist die höfliche Formel. Absagen, nein. Zusagen ja. Einfach Wort 17 verschieben. Und wenn ihr nicht absagen wollt, sondern nur einen anderen Tag braucht, verschieben. Können wir das Meeting auf Mittwoch verschieben. Absagen komplett weg. Verschieben, anderer Tag. Genau. Im Büro wird ständig verschoben. Jeden Tag. Das kenne ich leider zu gut. Wort 18: Sichn um. Jetzt kommt ein Wort, dass ich euer Lieblingswort nenne. Sich kümmern um. Warum Lieblingswort? Weil dieser Satz wie eine Superpower ist. Ich kümmere mich darum. Stell dir vor, dein Chef hat ein Problem. Er fragt, wer das übernehmen kann und du sagst: "Ich kümmere mich darum." Ich kümmere mich darum. Was passiert dann? Dein Chef denkt: "Okay, das ist in guten Händen. Erledigt, keine Sorgen mehr. Es bedeutet, ich bin verantwortlich. Vertrau mir, das ist krass. Einsatz und der Chef ist beruhigt und es funktioniert überall. Ich kümmere mich um die Reservierung. Wer kümmert sich um die Kinder? Kümmerst du dich darum? Das benutze ich ab morgen, jeden Tag. Wort 19: Zuständig sein für. Zuständig sein für, das heißt offiziell verantwortlich sein. Ich bin zuständig für das Marketing. Was ist der Unterschied zu sich kümmern um? Zuständig sein? Das ist dein Job. Das steht in deiner Jobbeschreibung. Sich kümmern um Du machst es gerade in diesem Moment. Ich bin zuständig für Kundenservice. Mein Bereich immer. Ich kümmere mich um dein Problem. Ich helfe dir jetzt. Zuständig. Mein Job kümmern meine Aktion gerade. Klar. Wort 20. Die Verantwortung. Die Verantwortung. Das Wort kennt ihr, aber auf C1 kommt es auf die Kombination an. nicht ich habe Verantwortung, sondern sondern ich übernehme Verantwortung übernehmen. Das zeigt, dass ihr aktiv seid. In meinem letzten Vorstellungsgespräch hat man mich gefragt, können Sie Verantwortung übernehmen? Und ich habe gesagt, ja, kein Problem. Besser wäre ja, ich übernehme gerne Verantwortung und arbeite selbstständig. Das klingt wie eine komplett andere Person. Klingt wie jemand, der die Stelle bekommt. Wort 21: Die Aufgabe. Die Aufgabe kennt ihr aber auf C1 achtet auf die Kombinationen. Eine Aufgabe übernehmen, eine Aufgabe erfüllen, eine Aufgabe bewältigen. Hört ihr, was passiert? Die Wörter, die wir gerade gelernt haben, sie passen zusammen. Genau. Ich übernehme die Aufgabe und erledige sie bis Freitag. Ein Satz 3 C1 Wörter. Das klingt so professionell. Wort 22: Umgehen mit. Umgehen mit, das heißt mit einer Situation oder Person klarkommen. Ich muss lernen, besser mit Stress umzugehen. Immer mit Datie. In Vorstellungsgesprächen wird das gefragt, oder? Ständig. Wie gehen Sie mit Stress um? Wie gehen Sie mit Kritik um? Und was antworte ich? Nicht, kein Problem. Ich kenne keinen Stress. Das glaubt niemand. Besser. Ich setze Prioritäten und versuche ruhig zu bleiben. Ehrlich und professionell. Wort 23 klappen. Sophia, ich frage dich, hat gestern alles funktioniert? Ja, hat alles funktioniert. Okay, das ist richtig. Aber was sagen Deutsche wirklich? Keine Ahnung. Hat alles geklappt? Klappen. Das hört ihr 20 mal am Tag. Klappt das? Hat's geklappt? Das wird schon klappen. Wirklich so oft? Mindestens informell, aber essentiell. Probiert es morgen. Ihr werdet es überall hören. Wort 24 schaffen. Und unser letztes Wort für dieses Thema: Schaffen. Ich habe es geschafft. Das heißt, etwas Schwieriges erfolgreich beendet. Du schaffst das. Ach, das höre ich ständig. Der Mutmachsatz in Deutschland. Prüfung, du schaffst das. Schwieriges Projekt, du schaffst das. Es heißt, ich glaube an dich. Was ist der Unterschied zu erledigen und bewältigen? Erledigen, Aufgabe fertig. Bewältigen, schwere Herausforderung bestanden. Schaffen es irgendwie hinbekommen, trotz allem. Also, ich erledige meine E-Mails, bewältige die Krise und schaffe es irgendwie nach Hause. Das ist ein perfektes Beispiel. Alle drei Wörter in einem Satz. Thema 1: Geschafft. Geschafft? Siehst du, ich benutze es schon automatisch. Genauso soll es sein. Liebe Zuschauer, was war euer Lieblingswort aus diesem Thema? Schreibt's in die Kommentare. Für mich, ich kümmere mich darum. Das benutze ich ab morgen. Gute Wahl. Und jetzt Thema 2: Meinungen und Argumentation, weil ich denke auf C1 nicht mehr reicht. Was sage ich stattdessen? Das zeige ich euch jetzt. Thema 2: Meinungen und Argumentation. Und das ist der Moment, wo euer Deutsch von nett zu beeindruckend wird. Warum? Weil jeder B2 Lerner ich denke sagt für alles. Ich denke, das ist gut. Ich denke, das ist schlecht. Ich denke, ich denke, ich denke. Ja, okay, das bin ich. Was sage ich stattdessen? Das zeige ich euch jetzt. 15 Wörter. Danach könnt ihr diskutieren, wie gebildete Muttersprachler, Wort 1: Die Meinung. Eure persönliche Ansicht zu einem Thema. Meiner Meinung nach ist dieser Film ausgezeichnet. Das kenne ich. Meiner Meinung nach. Das benutze ich oft. Gut, das ist B2, aber auf C1 gibt es ein Upgrade. Statt meiner Meinung nach sagt ihr meiner Ansicht nach. Meiner Ansicht nach. Was ist der Unterschied? Ansicht klingt reflektierter. professioneller in Präsentationen, in Meetings, in formellen Diskussionen. Meiner Ansicht nach sollten wir das Projekt verschieben. Also, ich denke ist B1, meiner Meinung nach ist B2, meiner Ansicht nach ist C1. Genau, drei Stufen. Und die Leute merken den Unterschied sofort. Meiner Ansicht nach brauchen wir mehr Zeit für dieses Projekt. Das klingt wirklich anders. Wie jemand, der in Meetings ernst genommen wird. weiter überzeugen, das heißt jemanden durch Argumente auf deine Seite bringen. Ich konnte meinen Chef überzeugen, dass wir mehr Personal brauchen und Achtung, die Konstruktion jemanden von etwas überzeugen. Also mit von, nicht mit für. Nein, ich überzeuge dich von meiner Idee, nie mit für. Ich habe mal versucht, meine Vermieterin zu überzeugen, dass ich eine Katze haben darf. Ich habe eine halbe Stunde geredet. Und hat's geklappt? Ja. Am Ende hat sie gesagt: "Okay, eine Katze, aber nur eine." Siehst du, gute Argumente überzeugen immer. Und wenn ihr selbst 100% sicher seid, dann seid ihr überzeugt. Ich bin überzeugt, dass wir das Ziel erreichen. Das ist stärker als ich denke oder ich glaube. Also keine Zweifel. Keine Zweifel. Im Vorstellungsgespräch nicht. Ich denke, ich bin gut für den Job, sondern ich bin überzeugt, dass ich einen Mehrwert für Ihr Team bringe. Das klingt so selbstbewusst. Genau darum geht's. Das Gegenteil: Bezweifeln, Zweifel haben. Ich bezweifle, dass wir rechtzeitig fertig werden. Überzeugt sein, positiv sicher. Bezweifeln, negativ, unsicher. Genau. Aber Vorsicht, bezweifeln klingt sehr direkt. Diplomatischer ist, ich habe da meine Zweifel oder ich bin nicht ganz überzeugt. Also lieber weicher formulieren. In Deutschland schätzen die Leute diplomatische Sprache, besonders im Büro. davon ausgehen, das heißt etwas annehmen, basierend auf Informationen. Ich gehe davon aus, dass das Meeting um 10 Uhr beginnt. Das klingt kompliziert. Davon ausgehen. Es ist ein festes Konstrukt. Immer mit davon und ihr hört es ständig in Meetings. Wir gehen davon aus, dass die Zahlen stimmen. Kann ich davon ausgehen, dass sie kommen? Ah, also eine informierte Annahme, nicht raten, sondern ich habe Gründe dafür. Perfekt. Viel professioneller als ich denke, das Meeting ist um 10. Annehmen ist ähnlich, aber weniger sicher. Ich nehme an, dass er heute nicht kommt. Was ist der Unterschied zu davon ausgehen? Davon ausgehen: Du hast Informationen, Gründe, annehmen, mehr eine Vermutung, weniger Beweise. Ich gehe davon aus, ich habe Gründe. Ich nehme an, ich vermute es. Genau. Kleiner Unterschied, aber auf C1 zählen diese Nuancen. Wort 7: Vermuten. Und noch weniger sicher, vermuten. Ich vermute, dass das Projekt länger dauern wird. Okay, jetzt bin ich verwillt. Davon ausgehen, annehmen, vermuten. Alle drei heißen ich denke ja, aber mit verschiedenen Sicherheitsstufen. Davon ausgehen ziemlich sicher mit Gründen. Annehmen, wahrscheinlich, aber weniger sicher. Vermuten vielleicht. [räuspern] Bauchgefühl wie eine Skala. davon ausgehen ganz oben, vermuten ganz unten. Genau. Und auf B2 sagt ihr für alles ich denke. Auf C1 wählt ihr das richtige Wort je nach Situation. Das macht einen riesigen Unterschied, oder? Riesig. Weiter. Wort 8. Widersprechen, nicht zustimmen, eine andere Meinung haben. Ich muss Ihnen da widersprechen. Das klingt sehr direkt. Ist es auch für Diskussionen und Debatten. Und Achtung. Immer mit Dativ. Ich widerspreche dir. Ich widerspreche ihm, nicht akkusativ. Also nicht ich widerspreche dich. Nein, ich muss Ihnen da widersprechen. Meiner Ansicht nach ist das anders. Oh, das funktioniert zusammen. Widersprechen plus meine Ansicht nach. Genau. Die C1 Wörter sind ein Team. Wort 9: zustimmen. Das Gegenteil zustimmen. Einverstanden sein. Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Auch mit Dativ. Ich stimme dir zu. Also nicht einfach ja oder genau sagen. Da stimme ich zu. Klingt viel besser als nur ja. Es zeigt, dass ihr aktiv zuhörde und die Meinung respektiert. Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Das benutze ich. Perfekt. Widersprechen, ich sage nein. Zustimmen, ich sage ja. Beides mit Dativ. Wort 10. Nachvollziehbar. Callback zum Intro. Erinnert ihr euch an das Intro? Das Wort, das du nicht aussprechen konntest? Nachvoll nachvollziehbar. Genau. Nachvollziehbar, das heißt verständlich. Man kann es verstehen. Ihre Reaktion ist nachvollziehbar. Also mehr als nur ich verstehe. Es zeigt Empathie. Genau. Wenn eine Freundin dir von einem Problem erzählt, sagst du nicht nur, ich verstehe, du sagst, das ist total nachvollziehbar. Das klingt so viel einfühlsamer. Und in Diskussionen, ihr Standpunkt ist nachvollziehbar, aber meiner Ansicht nach man sagt, ich respektiere deine Meinung. Aber genau diplomatisch widersprechen, das ist C1, Wort 11. Plausibel, ähnlich, aber anders. Plausibel, das heißt logisch, glaubwürdig. Seine Erklärung klingt plausibel. Was ist der Unterschied zu nachvollziehbar? Nachvollziehbar? Ich verstehe das Gefühl. Emotional, plausibel, die Logik stimmt. Seine Angst ist nachvollziehbar. Ich verstehe die Emotion. Seine Theorie ist plausibel. Die Logik stimmt. Nachvollziehbar für Gefühle, plausibel für Logik. Perfekt. Wort 12: Umstritten. Umstritten. Das heißt kontrovers. Die Meinungen gehen auseinander. Das Thema Atomkraft ist sehr umstritten. Wenn Menschen komplett verschiedene Meinungen haben. Genau. Es gibt Befürworter und Gegner. In Nachrichten hört ihr das ständig. Die Entscheidung ist umstritten. Das umstrittene Gesetz. Die neue Regelung ist umstritten. Ja, das klingt wie aus den Nachrichten. Genauso. Weiter. Wort 13. Der Standpunkt. Eure Position zu einem Thema. Von meinem Standpunkt aus ist das die beste Lösung. Standpunkt. Stand plus Punkt. Wo ich stehe in einer Diskussion. Genau. Ich verstehe deinen Standpunkt. Heißt ich verstehe deine Perspektive und ich vertrete den Standpunkt. Das das ist eine starke C1 Formulierung. Ich vertrete den Standpunkt, dass wir mehr investieren sollten. Klingt wie eine Chefin. Wort 14: Das Argument. Ein Grund oder Beweis für eure Meinung. Sie hat starke Argumente für ihren Vorschlag. Wie benutze ich das richtig auf C1? Ein Argument vorbringen. Ein Argument liefern. Ich möchte drei Argumente vorbringen. Das sagt ihr in Präsentationen. Mein stärkstes Argument ist, das klingt so strukturiert, weil es das ist. C1 heißt klar, logisch strukturiert argumentieren. Wort 15: Die Quelle. Und das letzte Wort in diesem Thema, die Quelle. Die Herkunft einer Information. Was ist die Quelle dieser Nachricht? Das ist wichtig bei Diskussionen, oder? Woher kommt die Information? Sehr wichtig. Eine zuverlässige Quelle heißt die Information ist vertrauenswürdig. Quellen zufolge, das hört ihr ständig in Nachrichten. Und wenn jemand in einer Diskussion etwas behauptet, könnt ihr fragen: Was ist ihre Quelle dafür? Das ist eine starke Frage. Sehr stark. Höflich, aber direkt. Weiter zu Thema 3. Zusammenfassung Thema 2. Thema 2: 15 Wörter. Ihr könnt jetzt Meinungen äußern, widersprechen, zustimmen, argumentieren, alles auf C1 Niveau. Mein Lieblingswort ist nachvollziehbar. Das benutze ich ab heute. Gute Wahl. Und liebe Zuschauer, merkt ihr den Unterschied? Vor 15 Wörtern war es: "Ich denke. Jetzt ist es meiner Ansicht nach vertrete den Standpunkt. Das ist nachvollziehbar." Aber das klingt wie eine andere Sprache. Fast gleiche Sprache, anderes Niveau. Thema 3: Gefühle, Eindrcke und Beziehungen. Endlich, ich will nicht mehr nur gut und schlecht sagen. Dann los, Thema 3. Und jetzt wird es persönlich. Gefühle, Eindrücke und Beziehungen. Gut, weil ich es hasse, immer nur gut und schlecht zu sagen. Wie fühlst du dich? Gut. Wie war der Film? Gut. Wie ist dein Chef? Schlecht. Genau. Auf B2 habt ihr vielleicht zehn Wörter für Gefühle. Auf C1 braucht ihr 30, weil das Leben nicht nur gut und schlecht ist. Stimmt. Also, wie drücke ich mich besser aus? 26 Wörter. Danach könnt ihr über Gefühle, Eindrücke und Menschen sprechen wie Erwachsene. Wie Erwachsene, das ist ein guter Anspruch. Los geht's. Wort ein empfinden. Das heißt fühlen, aber tiefer und bewusster. Ich empfinde große Dankbarkeit für diese Chance. Was ist der Unterschied zu fühlen? Fühlen ist Alltag. Ich fühle mich gut. Empfinden ist reflektiert, bewusst. Ich empfinde Dankbarkeit. Ich empfinde Respekt. Ich empfinde Mitleid. Also, ich fühle mich müde ist okay, aber ich empfinde tiefe Trauer klingt stärker. Genau. Empfinden ist für die großen Gefühle, die wichtigen. Wort 2: Wahrnehmen. Das heißt etwas bewusst bemerken, erkennen. Ich nehme eine Veränderung in seiner Stimmung wahr. Das ist mehr als nur sehen. Viel mehr. Sehen ist passiv. Wahrnehmen ist, du erkennst etwas bewusst. Du achtest darauf. Ich nehme wahr, dass mein Kollege gestresst ist. Also, ich habe es bemerkt. Ich bin aufmerksam. Genau. Auf B2 sagt ihr, ich sehe, dass er gestresst ist. Auf C1, ich nehme wahr, dass er unter Druck steht. Komplett anderes Niveau. Wort 3: Der Eindruck, das Gefühl, dass ihr von etwas bekommt. Ich habe den Eindruck, dass er nicht die Wahrheit sagt. Also statt ich finde, er lügt, sage ich, ich habe den Eindruck, dass er nicht ehrlich ist. Viel diplomatischer, viel professioneller. Ich habe den Eindruck, das klingt so, als ob ich nachgedacht habe, bevor ich spreche. Genau. Und die wichtigste Kombination, der erste Eindruck. Der erste Eindruck zählt. Das ist in Deutschland ein Lebensmotto. Beim Vorstellungsgespräch, beim Kennenlernen, überall. Weiter. Wort 4: Einschätzen. Das heißt eine Situation bewerten, evaluieren. Ich schätze die Situation als kritisch ein, trennbar. Ich schätze ein. Wo benutze ich das? im Büro ständig. Wie schätzen Sie das ein? Ich schätze das anders ein. Es zeigt, dass ihr analysieren könnt. Ich schätze die Lage als schwierig ein. Das klingt nach jemandem, der Kontrolle hat. Genau. Weiter. Wort 5: Beurteilen. Auch bewerten, aber für Personen und Leistungen. Es ist schwer, die Lage richtig zu beurteilen. Was ist der Unterschied zu einschätzen? Einschätzen, eine Situation evaluieren. Beurteilen, eine Person oder Leistung bewerten. Ich schätze die Situation ein. Ich beurteile seine Arbeit. Einschätzen für Situationen, beurteilen für Menschen und Leistungen. Perfekt. Kleine Unterschiede, große Wirkung. Wort 6: beeindruckt sein, wenn etwas euch wirklich positiv überrascht. Ich bin beeindruckt von deinen Fortschritten. Das ist ein schönes Kompliment. sehr stark beeindruckt von jemanden oder durch etwas. Und auf C1 sagt ihr nicht, das finde ich toll, ihr sagt, das hat mich beeindruckt. Ihre Präsentation hat mich sehr beeindruckt. Ja, das klingt besser als fand ich toll. Wie Tag und Nacht. Wort 7, das Gegenteil. Enttäuscht sein. Traurig, weil eine Erwartung nicht erfüllt wurde. Ich bin enttäuscht von dem Ergebnis. Immer mit von meistens enttäuscht von einer Person, enttäuscht über eine Situation, beides möglich. Ich war so enttäuscht, als ich die B2 Prüfung beim ersten Mal nicht bestanden habe. Und was hast du gemacht? Noch mal gelernt und beim zweiten Mal bestanden. Siehst du, Enttäuschung ist nicht das Ende. Es ist der Anfang vom zweiten Versuch. Wort 8: Überrascht sein. Etwas unerwartetes erleben. Aber auf C1 achtet auf die Adjektive davor. Positiv überrascht, negativ überrascht, angenehm überrascht. Ich bin positiv überrascht, heißt es ist besser als erwartet. Genau. Ich bin angenehm überrascht von der Qualität. Das hört ihr ständig. Merkt euch die Kombinationen, nicht nur das Wort allein. Wort 9: begeistert sein, stärker als gut finden. Richtige Freude, Enthusiasmus. Ich bin begeistert von dieser Idee. Das klingt so positiv sehr und reflexiv. Sich begeistern für etwas. Ich begeistere mich für Sprachen. Ich begeistere mich für die deutsche Kultur. Ja, das drückt mehr aus als ich finde Deutschland gut. Viel mehr. Begeisterung ist anig. Wenn ihr begeistert redet, hören die Leute zu. Wort 11: Frustriert sein. Enttäuscht und genervt gleichzeitig. Ich bin frustriert, weil nichts klappt. Das kenne ich beim Deutsch lernen. Wenn ich ein Wort suche und das nicht finde, frustriert. Und das ist normal. Aber auf C1 sagt ihr nicht, das nervt. Ihr sagt, ich bin frustriert. Das klingt erwachsener. Das nervt. B2. Ich bin frustriert. C1. Genauso. Wort 11: skeptisch sein. Nicht ganz überzeugt. Unsicher. Ich bin skeptisch, ob das funktionieren wird. Das ist schwächer als bezweifeln, oder? Aus Thema 2. Gut aufgepasst. Bezweifeln, ihr glaubt es nicht. Skeptisch sein. Ihr seid unsicher. Braucht mehr Beweise. Ich bin skeptisch heißt überzeug mich. Zeig mir mehr. Perfekt. Weiter. Wort 12. Die Stimmung. Die Stimmung. Die Atmosphäre in einer Situation oder Gruppe. Die Stimmung im Team ist sehr gut. Wie benutze ich das? Gute Stimmung, schlechte Stimmung. Die Stimmung kippt. Das heißt, plötzlich wird die Atmosphäre negativ. Die Stimmung heben heißt die Atmosphäre verbessern. Die Stimmung auf der Party war ausgelassen. Heißt das alle waren fröhlich? Genau. Ausgelassen ist ein schönes C1 Adjektiv dafür und die Stimmung ist gedrückt. Alle sind down. Viele Kombinationen. Stimmung ist sehr flexibel. Ein starkes Wort. Wort 13. Die Haltung. Die Haltung. Eure grundsätzliche Einstellung zu etwas. Seine Haltung zum Thema hat sich geändert. Was ist der Unterschied zu Meinung? Meinung zu einem spezifischen Thema: Haltung, eure grundsätzliche Einstellung. Meine Meinung zu diesem Film, aber meine Haltung zum Leben. Meinung klein und spezifisch, Haltung groß und grundsätzlich. Genau. Ich bewundere seine positive Haltung. Das geht tiefer als nur eine Meinung. Okay. 13eh. Wörter über Gefühle und Eindrücke. Jetzt wird es noch persönlicher. Beziehungen. Wie ihr über Menschen in eurem Leben sprecht. Endlich, weil er ist nett, reicht nicht. Nein, absolut nicht. Wort 14. Das Verhältnis. Das Verhältnis. Die Beziehung zwischen Menschen. Das Verhältnis zu meinem Chef ist sehr gut. Moment. Warum nicht einfach Beziehung? Weil Beziehung oft romantisch oder persönlich klingt, Verhältnis ist neutraler, auch professionell. Meine Beziehung zu meinem Partner persönlich. Mein Verhältnis zu meinem Chef professionell. Ah, also im Büro sage ich Verhältnis, nicht Beziehung. Genau. Sonst denken die Leute, du hast was mit deinem Chef. [gelächter] Okay. Verhältnis, sehr wichtig. Wort 15: Sich verstehen mit. sich verstehen mit gut miteinander auskommen, sich mögen. Ich verstehe mich gut mit meinen Kollegen. Das ist reflexiv mit immer. Ich verstehe mich mit dir. Wir verstehen uns gut. Am ersten Tag im neuen Job fragt bestimmt jemand: "Verstehst du dich gut mit allen?" Und ich sage: "Ja, ich verstehe mich gut mit dem Team." Perfekt. Natürlich und professionell. Wort 16: Auskommen mit. Ähnlich, aber kleiner Unterschied. Ich komme gut mit meinem Nachbarn aus. Ist das nicht das gleiche wie sich verstehen mit? Fast sich verstehen, ihr mögt euch aktiv. Auskommen, ihr habt keine Probleme. Wir verstehen uns gut. Wir mögen uns. Wir kommen gut aus. Kein Streit. Kein Drama. Man kann mit jemandem auskommen, ohne ihn zu mögen. Genau. Im Büro kommt man mit vielen Leuten aus. Man versteht sich aber nicht mit allen. Das ist ein wichtiger Unterschied, besonders bei der Arbeit. Der Umgang. Der Umgang. Die Art und Weise, wie man mit Menschen oder Situationen umgeht, der Umgang mit Kunden erfordert Geduld. Das kommt von umgehen mit, oder? Aus Thema 1. Genau. Umgehen mit, das Verb, der Umgang, das Nomen. Der Umgang mit Kritik. Wie reagierst du auf Kritik? Ein respektvoller Umgang. Man behandelt sich mit Respekt. Der Umgang im Team ist professionell. Klingt gut. Sehr gut. Weiter. Sich verhalten, [räuspern] sich benehmen, agieren. Er hat sich sehr professionell verhalten. Reflexiv. Ich verhalte mich. Du verhältst dich. Das ist so ein Elternwort oder? Benimm dich. Ja, aber auch professionell. Wie sollte ich mich im Meeting verhalten? How should I act? Sie hat sich in der Krise vorbildlich verhalten. Das klingt nach Respekt. Genau. Vorbildlich verhalten, das ist ein großes Kompliment. Und das Nomen dazu, das Verhalten. Die Art, wie jemand handelt. Sein Verhalten war unangemessen. In der Schule gab es Noten für Verhalten. Genau. Und bei der Arbeit, professionelles Verhalten steht in jeder Firmenpolitik. Angemessenes Verhalten wird erwartet. sich verhalten, was ich tue. Das Verhalten, wie es aussieht. Genau. Angemessen, das heißt passend für die Situation. Appropriate. Auf B2 sagt ihr, das ist richtig oder das passt. Auf C1, das ist angemessen. Angemessene Kleidung, angemessenes Verhalten. Genau. Und das Gegenteil: Unangemessen. Sein Kommentar war unangemessen. Das klingt viel stärker als das. War nicht nett. Nicht nett. Kindergarten unangemessen C1. Genauso respektvoll. Respektvoll mit Achtung und Respekt. Er behandelt alle Mitarbeiter respektvoll. Das steht bestimmt in jeder Jobbeschreibung. Überall. Respektoller Umgang miteinander. Das lest ihr in jeder Firmenkultur. Und respektvoll ist Adjektiv und Adverb. Respektoll sprechen, respektvoll behandeln. Wir gehen respektvoll miteinander um. Das kombiniert Umgang und respektvoll. Siehst du, die Wörter arbeiten zusammen immer. Das Missverständnis. Das Missverständnis. Wenn jemand etwas falsch versteht, das war ein Missverständnis. Ich habe es anders gemeint. Das passiert mir ständig auf Deutsch. jedem, besonders beim Sprachen lernen und das wichtigste Verb dazu klären. Klären etwas klarstellen, aufklären. Wir müssen das klären. Klären macht etwas klar, von unklar zu klar. Wir hatten ein Missverständnis mit einem deutschen Freund. Ich war beleidigt, er war verwirrt. Dann haben wir geredet und alles geklärt. Das ist die Lektion. Kommunikation klärt alles. Nicht schweigen, nicht wütend bleiben. Ansprechen und klären. Wort 25. Pflegen. Das kennt ihr vielleicht von Pflanzen, eine Pflanze pflegen. Aber auf C1 benutzt ihr es für Beziehungen. Ich pflege gute Beziehungen zu meinen Kollegen. Man pflegt eine Beziehung wie eine Pflanze. Genauso eine Freundschaft pflegen. Man investiert Zeit und Energie. Den Kontakt pflegen. Man meldet sich regelmäßig. Es ist nicht passiv, es ist aktiv. Ich pflege den Kontakt zu meinen alten Studienfreunden. Das klingt schön. Und es zeigt, du gibst dir Mühe. Beziehungen passieren nicht von allein. Wort 12, die Stimmung. Wort 25, der Kontakt. Der Kontakt, die Verbindung zwischen Menschen. Kontakt halten, Kontakt aufnehmen, den Kontakt verlieren. Wir haben den Kontakt verloren. Das ist traurig. Ja, aber Kontakt aufnehmen, das ist der erste Schritt. Ich nehme Kontakt mit ihnen auf. Höflich und professionell im Büro. Sagt ihr das ständig. Können Sie Kontakt mit dem Kunden aufnehmen? Ja, das höre ich oft. Und privat bleiben wir in Kontakt. Einfach, aber wichtig. Wort 26, Rücksicht nehmen auf. Und unser letztes Wort, Rücksicht nehmen auf. Das heißt an andere denken, rücksichtsvoll sein. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Nachbarn. Das steht in meinem Mietvertrag. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf andere Mieter. Natürlich steht das da. Deutschland liebt Regeln, aber das Wort ist schön. Es bedeutet, dass man nicht nur an sich selbst denkt. Er nimmt keine Rücksicht auf andere. Das heißt, er ist egoistisch. Genau. Und rücksichtsvoll als Adjektiv, das ist ein großes Kompliment in Deutschland. Sie ist sehr rücksichtsvoll. Rücksicht nehmen auf, das ist irgendwie sehr deutsch. Ja, Rücksicht, Ordnung, Respekt. Das sind deutsche Werte, ob man sie mag oder nicht. Zusammenfassung Thema 3 Yatima 26 Wörter. Ihr könnt jetzt über Gefühle, Eindrücke und Beziehungen sprechen wie Erwachsene, nicht mehr gut und schlecht. Mein Lieblingswort ist nachvollziehbar. Nein, warte, das war Thema 2. Hier ist es pflegen. Eine Freundschaft Pflegen. Das ist so ein schönes Bild. Schöne Wahl und jetzt kommt die erste Pause. Liebe Zuschauer, ihr habt gerade 67 Wörter gelernt. Das ist ein Drittel schon ein Drittel? Ja. Wenn ihr bis hierhin gekommen seid, Respekt. Schreibt in die Kommentare, welches Wort aus den ersten drei Themen euer Favorit ist. Und wenn ihr eine kurze Pause braucht, drückt auf Pause. Wir laufen nicht weg. Aber kommt zurück, die nächsten sieben Themen sind genauso wichtig. Und falls es euch bis jetzt gefallen hat, ihr wisst, was zu tun ist. Thema 4: Probleme und Lösungen. Weil im Leben immer irgendwas schiefgeht. Das stimmt leider. Weiter. Thema 4: Probleme und Lösungen. Endlich, weil mein Leben aus Problemen besteht. Willkommen im Club. Aber das Ding ist, auf B2 sagt ihr, ich habe ein Problem für alles. Kleines Problem, großes Problem, Katastrophe. Immer das gleiche Wort. Stimmt. Was sage ich stattdessen? 13 Wörter. Danach könnt ihr Probleme beschreiben, analysieren und lösen wie Profis. Wort 1: Die Schwierigkeit. Wir hatten einige Schwierigkeiten mit dem neuen System. Das klingt besser als wir hatten Probleme. Viel besser. Problem klingt dramatisch. Schwierigkeit klingt professionell. Im Büro sagt nicht, wir haben ein Problem, sagt wir sind auf Schwierigkeiten gestoßen. Wir sind auf Schwierigkeiten gestoßen. Das klingt nach jemandem, der ruhig bleibt. Genau. Und das ist der Eindruck, den ihr machen wollt. Nicht Panik, Kontrolle, das Hindernis. etwas, das im Weg steht, eine Barriere. Das größte Hindernis war die fehlende Finanzierung, also etwas, das mich stoppt oder blockiert. Genau. Und die wichtige Kombination: Ein Hindernis überwinden. Aber das Verb kommt gleich noch. Merkt euch erstmal, Schwierigkeit, es ist schwer. Hindernis, etwas blockiert euch. Es gibt mehrere Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg. Klingt nach Präsentation. Genauso weiter. Die Herausforderung. Eine schwierige Aufgabe die Anstrengung erfordert, aber positiver als Problem oder Schwierigkeit. Die Digitalisierung ist eine große Herausforderung für viele Unternehmen. Das klingt fast motivierend. Genau. Ein Problem will niemand. Eine Herausforderung, die nimmt man an. Im Büro sagt niemand, wir haben ein riesiges Problem. Man sagt, wir stehen vor einer großen Herausforderung. Gleiche Situation, aber komplett andere Stimmung. Das ist die Macht der Wortwahl. Die Lösung, die Antwort auf ein Problem. Wir haben endlich eine Lösung gefunden. Und die wichtigen Kombinationen: Lösung finden, eine Lösung bieten, eine Lösung erarbeiten. Erarbeiten? Ja, das heißt, ihr habt daran gearbeitet. Die Lösung kam nicht einfach so. Ihr habt sie entwickelt. Wir haben gemeinsam eine Lösung erarbeitet. Das klingt nach Teamwork. Perfekt. Und das Gegenteil, es gibt keine einfache Lösung. Das hört ihr in der Politik ständig. Lösen, das werb dazu, wir müssen dieses Problem schnell lösen. Ein Problem lösen, eine Aufgabe lösen. Und im Alltag, das lässt sich lösen. Das heißt, es gibt einen Weg. Kein Grund zur Panik. Das lässt sich lösen. Das ist so ein beruhigender Satz. Genau. Wenn euer Chef gestresst ist und ihr sagt: "Ruhig, das lässt sich lösen, sofort Respekt, überwinden, etwas Schwieriges hinter sich lassen, darüber hinwegkommen. Er hat seine Angst überwunden." Das klingt emotional. Ist es auch. Überwinden benutzt ihr oft für innere Barrieren. Angst überwinden, Zweifel überwinden, Hindernisse überwinden. Ich hatte so viel Angst vor meiner ersten Präsentation auf Deutsch. Meine Hände haben gezittert. Und hast du sie gemacht? Ja, es war nicht perfekt, aber ich habe es gemacht. Du hast deine Angst überwunden. Genau das bedeutet es. Du hast etwas getan, obwohl es dich Überwindung gekostet hat. Überwindung kosten? Das ist auch eine Kombination. Ja, es hat mich viel Überwindung gekostet, aber ich habe es geschafft. Starker Satz: Scheitern. Jetzt ein Wort, das keiner mag. Scheitern. nicht erfolgreich sein. Versagen. Das Projekt ist leider gescheitert. Das klingt endgültig. Ist es auch. Und Achtung, scheitern an etwas, immer mit an plus Dativ. Das Projekt ist an den Kosten gescheitert. Die Verhandlungen sind an der Kommunikation gescheitert. Also, es hat nicht geklappt wegen etwas. Genau. Und eine starke Kombination zum Scheitern verurteilt. Das heißt, keine Chance von Anfang an. Das Projekt war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Klingt dramatisch. Ist es auch. Benutzt es sparsam. Gelingen. Das Gegenteil. Erfolgreich sein. Funktionieren. Die Präsentation ist mir gut gelungen. Scheitern negativ, gelingen positiv. Genau. Und Achtung, die Konstruktion. Es gelingt mir Dativ. Es ist mir gelungen, das Problem zu lösen. Nicht. Ich habe gelungen? Nein, es gelingt mir. Das Ding gelingt der Person. Es ist uns gelungen, den Vertrag abzuschließen. Das ist eine komische Konstruktion. Ja, aber wenn ihr sie richtig benutzt, klingt ihr sofort C1. Meistern, eine schwierige Aufgabe: Erfolgreich bestehen. Sie hat alle Herausforderungen gemeistert. Das klingt ähnlich wie bewältigen aus Thema 1. Sehr ähnlich, aber Meistern hat mehr können, Geschick. Man meistert etwas mit Kompetenz. Bewältigen heißt, man hat es durchgestanden. Meistern heißt, man hat es mit Bravur geschafft. Er hat die Prüfung gemeistert. Klingt besser als er hat die Prüfung bestanden. Viel besser. Bestanden. Du bist durchgekommen. Meistern, du warst brillant. Ergreifen. Maßnahmen ergreifen. Das ist eine feste Kombination. Wir müssen sofort Maßnahmen ergreifen. Maßnahmen ergreifen heißt jetzt handeln. Genau. Nicht reden, nicht warten, handeln und ergreifen funktioniert mit anderen Nomen auch. Die Initiative ergreifen, den ersten Schritt machen, die Gelegenheit ergreifen, eine Chance nutzen. Ich ergreife die Initiative und organisiere das Meeting. Das klingt nach Führung. Genau. Das ist jemand, der nicht wartet, bis andere handeln. durchführen, etwas ausführen, realisieren, von Anfang bis Ende umsetzen. Wir werden nächste Woche eine Umfrage durchführen. Trennbar. Wir führen die Umfrage durch. Das höre ich oft bei der Arbeit. Führen Sie das durch? Genau. Ein Projekt durchführen, eine Studie durchführen, Maßnahmen durchführen. Es heißt, macht es komplett von A bis Z. Die Studie wurde erfolgreich durchgeführt. Passiv geht auch. Ja, in Berichten und Nachrichten hört ihr es oft im Passiv. Gut beobachtet. Und unser letztes Wort: Funktionieren. Das kennt ihr, aber auf C1 benutzt ihr es nicht nur für Maschinen. Das neue System funktioniert einwandfrei. Einwandfrei ohne Fehler. Perfekt. Einwandfrei funktionieren, eine starke Kombination. Aber funktionieren geht auch für abstrakte Dinge. Die Beziehung funktioniert nicht, der Plan funktioniert. Das Team funktioniert gut zusammen. Ah, also für alles, nicht nur Maschinen. Für alles. Und schneller Vergleich: Erinnert ihr euch an Klappen aus Thema 1? Funktionieren ist neutral und formell. Klappen ist informell. Der Computer funktioniert. Aber hat der Plan geklappt? Funktionieren formell, klappen Alltag. Klar. Thema 4: 13 Wörter. Ihr könnt jetzt über Probleme reden, ohne in Panik zu geraten. Mein Lieblingswort ist: Das lässt sich lösen. Das ist so beruhigend. Starke Wahl und schnelles Szenario. Ihr seid Projektmanagerin. Ein Problem taucht auf. Was sagt ihr? Wir sind auf eine Schwierigkeit gestoßen, aber ich habe eine Lösung erarbeitet. Ich ergreife sofort Maßnahmen und führe den Plan durch. Hört ihr das, liebe Zuschauer? Vor einer Stunde hat sie, ich habe ein Problem. Ich mache das, gesagt. Jetzt klingt sie wie eine Geschäftsführerin. So fühle ich mich auch gerade. Gut. Thema 5: Zusammenhänge und Logik. Wie ihr Ideen verbindet und smart klingt, klingt anspruchsvoll, ist es auch, aber ihr schafft das. Weiter. Wort 14, die Ursache. Der Grund, warum etwas passiert ist. Die Ursache des Problems war ein Software Fehler, also warum etwas schiefgegangen ist. Genau. Auf B2 sagt ihr, der Grund ist. Auf C1 sagt ihr, die Ursache liegt in das klingt analytischer. Die Ursache liegt in der fehlenden Kommunikation. Ja, das klingt nach jemandem, der das Problem wirklich verstanden hat. Und eine wichtige Kombination: Ursache und Wirkung. Cause and effect. Das braucht ihr für jede ernsthafte Diskussion. Ursache: Warum Wirkung, was passiert danach? Perfekt. Vermeiden. Dafür sorgen, dass etwas nicht passiert. Wir müssen diesen Fehler in Zukunft vermeiden. Also etwas verhindern, bevor es passiert. Genau. Fehler vermeiden, Missverständnisse vermeiden, Konflikte vermeiden. Es ist proaktiv. Ihr handelt, bevor es ein Problem gibt. Auf B2 sage ich, ich will das nicht noch mal machen. Auf C1, ich möchte diesen Fehler künftig vermeiden. Komplett anderes Level. Künftig. In der Zukunft noch ein C1 Wort geschenkt. Bonuswort. Danke. Sich auseinandersetzen mit, das heißt sich intensiv mit einem Thema oder Problem beschäftigen. Wir müssen uns ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzen. Das ist lang. Ja, aber es ist eines der stärksten C1 Werben. Es zeigt, ich beschäftige mich nicht oberflächlich damit. Ich gehe in die Tiefe. Also nicht ich denke darüber nach, sondern ich setze mich intensiv damit auseinander. Das heißt, ich analysiere, ich hinterfrage, ich suche Lösungen, es ist Arbeit, nicht nur nachdenken. Wir müssen uns mit den Ursachen auseinandersetzen. Passt zu Ursache. Genau. Die Wörter verbinden sich. Das ist der C1 Effekt, der Ansatz. Eine Methode, eine Herangehensweise an ein Problem. Wir brauchen einen neuen Ansatz. Wie Approach. Genau. Unser bisheriger Ansatz funktioniert nicht. Ich schlage einen anderen Ansatz vor. In Meetings hört ihr das ständig. Ich habe einen interessanten Ansatz für dieses Problem. Das klingt so, als hätte ich eine Idee. Genau. Nicht irgendeine Idee, eine durchdachte Idee. Ein Ansatz klingt professioneller als ich habe eine Idee. Idee B2, Ansatz C1. Du lernst schnell beheben. Einen Fehler oder ein Problem reparieren. Beseitigen. Der Fehler wurde schnell behoben. Also wie reparieren? Ähnlich, aber beheben ist für abstrakte Probleme. Du reparierst ein Auto. Du behebst einen Fehler, ein Problem, einen Mangel. Wir haben den Fehler identifiziert und behoben. Das klingt nach IT. Ja, in der IT hört ihr das ständig, aber auch allgemein. Das Problem wurde behoben, heißt einfach, es ist gelöst, es ist weg. Lösen allgemein beheben, etwas konkretes reparieren. Genau. Wort 19: Der Mangel. Der Mangel, ein Fehlen von etwas, nicht genug von etwas. Es herrscht ein Mangel an qualifizierten Fachkräften. Fachkräftemangel, das höre ich ständig in den Nachrichten. Genau, das ist eines der größten Themen in Deutschland gerade. Mangel an etwas. Immer mit an plus Dativ. Zeitmangel, Geldmangel, Personalmangel. Also Mangel heißt etwas fehlt und das ist ein Problem. Genau. Und auf C1 sagt ihr nicht, wir haben nicht genug Leute. Ihr sagt, es besteht ein Mangel an Personal. Es besteht ein Mangel an Personal. Das klingt nach Bericht. Genauso soll es klingen. Wort 20, der Aufwand. Der Aufwand, die Mühe, die Zeit, die Energie, die etwas kostet. Der Aufwand war enorm, aber es hat sich gelohnt. Also, wie viel Arbeit etwas ist? Genau. Der zeitliche Aufwand ist zu hoch. Mit wenig Aufwand viel erreichen. Und eine wichtige Frage in jedem Projekt: steht der Aufwand im Verhältnis zum Ergebnis? Ah, lohnt es sich? Genau. Wenn der Aufwand zu groß ist und das Ergebnis zu klein, dann lohnt es sich nicht. Das ist Kosten nutzenden. Der Aufwand hat sich gelohnt. Das ist ein schöner Satz nach einem schwierigen Projekt. Sehr schön. Und genau das Gefühl habt ihr hoffentlich am Ende dieses Videos. Wort 21: sich bemühen, sich Mühe geben, sich anstrengen. Ich bemühe mich, die Situation zu verbessern. Das klingt bescheiden irgendwie. Gutes Gefühl. Sich bemühen heißt, ich versuche es ehrlich, aber ich verspreche kein perfektes Ergebnis. Das ist diplomatisch. Also, wenn mein Chef fragt, können Sie das bis morgen schaffen? Und ich bin nicht sicher. Dann sagst du nicht ja klar, wenn du nicht sicher bist. Und du sagst nicht nein. Du sagst ich bemühe mich. Ich bemühe mich das bis morgen zu erledigen. Ehrlich, aber positiv. Genau. Kein leeres Versprechen, aber auch kein Nein. Die perfekte Mitte. Thema 4: 21 Wörter, Probleme und Lösungen. Ihr könnt jetzt Probleme beschreiben, analysieren, Ursachen finden und Lösungen vorschlagen. Alles auf C1. Und mein Loopssatz ist immer noch: Das lässt sich lösen. Den sage ich ab jetzt zu allem. Gute Einstellung und schnelles Szenario. Euer Chef fragt: "Was ist das Problem und was machen wir?" Wir sind auf eine Schwierigkeit gestoßen. Die Ursache liegt in der fehlenden Kommunikation. Ich habe mich intensiv damit auseinandergesetzt und einen neuen Ansatz erarbeitet. Ich ergreife sofort Maßnahmen und führe den Plan durch. Hört ihr das? 9 C1 Wörter in vier Sätzen. Vor einer Stunde war es: "Wir haben ein Problem, ich mache das." Ja, das sage ich nie wieder. Gut. Thema 5: Zusammenhänge und Logik. Jetzt verbinden wir alles. Klingt anspruchsvoll. Ihr schafft das. Thema 5: Zusammenhänge und Logik. Und ich sag euch ehrlich, dieses Thema ist der Grund, warum manche Leute smart klingen und andere nicht. Warum? Weil die meisten B2 Lerner gute Sätze bilden können, einzelne Sätze. Aber auf C1 müsst ihr Sätze verbinden, Ursache und Wirkung zeigen, logische Schlüsse ziehen. Das ist der Unterschied zwischen sie spricht gut Deutsch und sie denkt auf Deutsch. Okay, das will ich. Wie mache ich das? 26 Wörter. Danach könnt ihr Ideen verknüpfen wie gebildete Muttersprachler. Wort 1: Der Zusammenhang. Die Verbindung zwischen zwei Dingen. In diesem Zusammenhang möchte ich etwas sagen, wie Kontext. Genau. Und diese Phrase in diesem Zusammenhang, die hört ihr überall. In Meetings, in Vorträgen, in Nachrichten. Es heißt, was ich jetzt sage, gehört zu dem, was wir gerade besprochen haben. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erwähnen, dass das klingt nach Präsentation. Genauso. Und im Zusammenhang mit in Verbindung mit im Zusammenhang mit dem Projekt gibt es Neuigkeiten. Ein Strukturwort, das verbindet Ideen. Perfekt verstanden. Wort 2: Zusammenhängen. Das Verbusammenhängen. Wenn zwei Dinge verbunden sind, diese beiden Probleme hängen zusammen. Also A hat etwas mit B zu tun. Genau. A hängt mit B zusammen. Die Wirtschaftskrise hängt mit der Energiepolitik zusammen. Es zeigt, das sind nicht zwei getrennte Dinge, die gehören zusammen. Hängt das damit zusammen? Das kann ich als Frage stellen. Genau. Sehr gute Frage für Meetings und Diskussionen. Weiter. Wort 3: Führen zu. etwas verursachen, ein Resultat haben. Stress kann zu gesundheitlichen Problemen führen. A führt zu B. A versacht B. Genau. In Nachrichten ständig. Die Entscheidung führte zu Protesten, das führt zu höheren Kosten. Es zeigt Ursache und Wirkung direkt und klar. Die fehlende Kommunikation hat zu Missverständnissen geführt. Passt zu Thema 3. Siehst du, alles hängt zusammen. Und das war jetzt auch ein Zusammenhang. Wort 4: sich ergeben aus, resultieren aus, automatisch folgen aus etwas. Aus dieser Analyse ergibt sich, dass wir Änderungen brauchen. Das klingt kompliziert. Klingt kompliziert, ist aber logisch. A ergibt sich aus B. A ist das automatische Resultat von B. Daraus ergibt sich die Frage, eine logische Schlussfolgerung. Was ist der Unterschied zu führen zu? Führen zu A versacht aktiv B. Sich ergeben aus B entsteht automatisch aus A. Die Krise führt zu Protesten. Die Krise verursacht aktiv etwas. Aus der Krise ergibt sich die Notwendigkeit zu handeln. Das folgt logisch. Führen zu aktiv, sich ergeben aus automatisch. Okay. Wort 5, die Folge, das Ergebnis, die Konsequenz. Die Folge war, dass wir den Vertrag verloren haben. Was danach passiert? Genau. Als Folge der Pandemie mussten viele Geschäfte schließen und eine starke Kombination zur Folge haben. Das hat zurfolge, dass die Preise steigen. Die Entscheidung hatte schwerwiegende Folgen. Klint nach Nachrichten. Genau. Schwerwiegende Folgen. Ernste Konsequenzen. Sehr starke Kombination. Ähnlich aber härter. Die Konsequenz. Die Konsequenz ist, dass wir unsere Strategie ändern müssen. Ist das nicht das gleiche wie Folge? Fast, aber Konsequenz ist oft logischer und ernster. Folge: Was passiert danach? Konsequenz: Das logische Resultat, manchmal eine Strafe. Konsequenzen tragen, die Verantwortung für die Ergebnisse übernehmen. Konsequenzen ziehen, Schlüsse ziehen und handeln. Wir müssen Konsequenzen ziehen. Das klingt nach einer harten Entscheidung. Genau, es ist ernst. Weiter sich beziehen auf Bezug nehmen auf etwas. Ich beziehe mich auf ihre E-Mail vom letzten Montag. Das brauche ich für E-Mails. Jeden Tag. Das ist der Satz für professionelle E-Mails. Instatt wegen ihrer E-Mail beziehe mich auf Ihre E-Mail vom 15. Januar, sofort professioneller. Ich beziehe mich auf unser Gespräch von gestern. Das funktioniert auch perfekt. Und in Meetings, worauf beziehen Sie sich? Heißt, was meinen Sie genau? Sehr höfliche Art zu fragen. Weiter: Voraussetzen. Etwas als Bedingung annehmen. Der Job setzt gute Deutschkenntnisse voraus. Das habe ich in Stellenanzeigen gelesen. Wir setzen voraus. Genau. Wir setzen Berufserfahrung voraus. Heißt, ohne Erfahrung braucht ihr euch nicht zu bewerben. Es ist höflicher als sie müssen Erfahrung haben, aber es meint das Gleiche. Und außerhalb vom Job? Das setzt voraus, dass alle einverstanden sind. Heißt, es funktioniert nur, wenn alle ja sagen. Eine Bedingung. Also voraussetzen, etwas ist notwendig, damit etwas anderes funktioniert. Genau. Weiter abhängen von bedingt sein durch etwas. Das hängt von der Situation ab. Immer mit von plus Dativ. Das kommt drauf an. Ist das das gleiche? Umgangssprachlich ja. Das kommt drauf an, ist Alltag. Das hängt davon ab, ist C1. gleiche Bedeutung, anderes Niveau. Der Erfolg hängt von der Vorbereitung ab, klingt nach Weisheit. Ist es auch. Und eine Frage, die ihr oft stellt, wovon hängt das ab? Heißt, was sind die Bedingungen? Wovon hängt das ab? Gute Frage für Meetings. Sehr gut. Berücksichtigen. In betracht ziehen. Auf B2 sagt ihr, wir müssen daran denken, das. Auf C1, wir müssen berücksichtigen, das bitte. Berücksichtigen Sie, dass die Frist am Freitag endet? Das klingt formell. Sehr formell und professionell. Berücksichtigen heißt, ihr habt alle Faktoren bedacht. Ihr seid gründlich. Wir haben alle Risiken berücksichtigt. Klingt nach einem guten Projektmanager. Genau. Dieses Wort zeigt, ihr denkt nicht nur, ihr denkt gründlich. Beachten. Aufmerksam sein auf etwas. Bitte beachten Sie die Hinweise. Ist das nicht das gleiche wie berücksichtigen? Ähnlich, aber nicht gleich. Beachten, aufpassen, Regeln befolgen, berücksichtigen, in die Überlegung einbeziehen. Beachten Sie die Regeln, folgt Ihnen: Berücksichtigen Sie die Fakten, denkt darüber nach. Beachten tu das. Berücksichtigen, denkt daran. Perfekt. Und bitte beachten Sie, das lest ihr auf jedem deutschen Schild, in jeder E-Mail, überall. in Betracht ziehen. Eine Möglichkeit erwegen. Wir ziehen verschiedene Optionen in Betracht. Das ist eine feste Phrase, ja, immer etwas in Betracht ziehen. Heißt, ihr denkt ernsthaft darüber nach. Noch keine Entscheidung, aber ihr überlegt. Ich ziehe in Betracht, den Job zu wechseln. Heißt, ich denke darüber nach, aber ich bin noch nicht sicher. Genau. Viel sofistierter als vielleicht wechsle ich den Job. sich auswirken auf einen Effekt haben auf etwas. Die Krise wirkt sich auf die Wirtschaft aus. Das klingt eigentlich wie führen zu. Ähnlich, aber anders. Führen zu. A versacht B direkt. Sich auswirken auf A hat einen Effekt auf B, nicht unbedingt direkt. Das Wetter wirkt sich auf meine Stimmung aus. Es verursacht meine Stimmung nicht, aber es beeinflusst sie. Die Entscheidung wirkt sich negativ auf das Team aus. Das ist subtiler. Genau. Und achtet auf die Richtung. Positiv auswirken, negativ auswirken. Das hat sich positiv ausgewirkt. Guter Satz für Berichte. Beeinflussen. Einfluss haben auf etwas. Werbung beeinflusst unser Kaufverhalten. Ist das nicht das gleiche wie sich auswirken auf? Beeinflussen ist aktiver. Jemand oder etwas tut es. Sich auswirken ist neutraler. Es passiert. Die Medien beeinflussen unsere Meinung. Die Medien tun aktiv etwas. Die Krise wirkt sich auf uns aus. Die Krise verursacht einen Effekt, aber nicht absichtlich beeinflussen. Jemand tut es aktiv. Sich auswirken, es passiert. Genau. Und ein Tipp: Sich beeinflussen lassen, heißt, ihr lasst euch von etwas beeinflussen. Lasst dich nicht davon beeinflussen. Heißt, bleib bei deiner Meinung. Ich lass mich nicht von Werbung beeinflussen. Das sage ich. Ob es stimmt, ist eine andere Frage. Herrlich. Weiter. Der Einfluss, das Nomen dazu, der Einfluss, die Wirkung auf etwas. Die Medien haben großen Einfluss auf die öffentliche Meinung. Einfluss haben auf. Genau. Und Einfluss nehmen auf. Einfluss ausüben auf. Drei Kombinationen, alle wichtig. Ich möchte Einfluss auf die Entscheidung nehmen. Heißt, ich will mitbestimmen. Genau, das ist Macht. Wer Einfluss hat, hat Macht. unter dem Einfluss von Alkohol. Das gibt es auch, oder? Ja, aber das ist ein anderer Kontext. Im Straßenverkehr fahren unter dem Einfluss. Aber in Diskussionen Einfluss haben, nehmen, ausüben, prägen, einen bleibenden, dauerhaften Einfluss haben. Diese Erfahrung hat mich geprägt. Das ist tiefer als beeinflussen. Viel tiefer beeinflussen, etwas verändert sich. Prägen, etwas formt dich dauerhaft. Wie eine Münze geprägt wird. Ein permanentes Muster. Meine Kindheit hat mich geprägt. Heißt, sie hat mich zu dem gemacht, wie ich bin. Genau. Die Kriegserfahrung hat seine Generation geprägt. Das ist nicht nur Einfluss, das ist Formung für immer. Das ist ein tiefes Wort und ein schönes. Ja, eins meiner Lieblingswörter, der Wandel. Tiefgreifende Veränderung, Transformation. Der gesellschaftliche Wandel ist unaufhaltsam. Ist das nicht einfach Veränderung? Nein, Veränderung ist neutral und kann klein sein. Wandel ist groß und tiefgreifend, eine kleine Veränderung im Plan, aber ein fundamentaler Wandel in der Gesellschaft. Klimawandel, digitaler Wandel, kultureller Wandel, alles große Themen. Genau. Wandel benutzt ihr nur für Dinge, die wirklich wichtig sind, nicht für Kleinigkeiten. Sich verändern. Anders werden überzeit. Die Welt verändert sich ständig reflexiv. Ich verändere mich. Die Situation verändert sich. Ich habe mich verändert, seit ich Deutsch lerne. Das stimmt tatsächlich bestimmt. Sprache verändert einen Menschen. Die Art, wie du denkst, wie du fühlst, wie du die Welt siehst. Das ist wahr. Manche Dinge kann ich besser auf Deutsch ausdrücken als in meiner Muttersprache. Siehst du, die Sprache hat dich geprägt. Oh, geprägt, nicht nur verändert. Geprägt. Du hörst jetzt die Unterschiede. Das ist C1. Betreffen, relevant sein für jemanden, sich auf jemanden auswirken. Das neue Gesetz betrifft alle Arbeitnehmer. Wie to concern? Genau. Das betrifft mich, das ist relevant für mich. Was mich betrifft, as far as I am concerned, das hört ihr ständig. Was mich betrifft, bin ich einverstanden. Klingt nach einem Meeting. Und Achtung, unregelmäßig betreffen betrifft betraf. hat betroffen, muss man üben. Die Maßnahmen betreffen vor allem junge Menschen. Ja, das ist Nachrichtensprache. Genau. Wort 20: Steigen, höher werden, ansteigen. Die Preise steigen ständig. Auf B2 sage ich, die Preise werden mehr. Auf C1: Die Preise steigen kurz, klar, professionell. In jeder Nachrichtensendung, in jedem Wirtschaftsbericht. Die Temperaturen steigen, die Inflation steigt, die Zahlen steigen kontinuierlich. Die Mieten in Berlin steigen seit Jahren. Das höre ich wirklich oft, weil es stimmt leider. Wort 21: sinken. Das Gegenteil, niedriger werden. Die Arbeitslosigkeit sinkt. Steigen nach oben, sinken nach unten. Ein paar. Genau. Und wie zunehmen und abnehmen aus Thema 6 merkt euch immer die Paare. In Berichten ständig. Die Exporte steigen, die Importe sinken. Zwei Paare, also zunehmen und abnehmen, steigen und sinken. Gibt es einen Unterschied? Steigen und sinken für Zahlen und Werte. Preise steigen, Temperaturen sinken. Zunehmen und abnehmen allgemeiner. Die Bevölkerung nimmt zu, der Verkehr nimmt ab. Aber ehrlich, oft austauschbar. Okay, beide Paare merken. Verstanden. Wort 23. Bedingen. Zur Voraussetzung haben. Verursachen unter bestimmten Bedingungen. Beide Faktoren bedingen sich gegenseitig. Das klingt sehr akademisch. Ist es auch. Ihr braucht es für Texte und Diskussionen auf hohem Niveau. Amut und mangelnde Bildung bedingen einander. Heißt A verursacht B und B verursacht A. Beide hängen zusammen. A, ein Kreislauf. A beeinflusst B und B beeinflusst A. Genau. Und bedingt durch, verursacht durch. Bedingt durch den Klimawandel steigen die Temperaturen. Das klingt wissenschaftlich, akademisch, aber kraftvoll. Gut für Aufsätze und Prüfungen. Wort 24. Demnach, das heißt folglich, also dementsprechend. Er hat nicht genug gelernt. Demnach ist er durchgefallen. Das ist ein Verbindungswort. Ja, ein Connektor. Es verbindet Ursache und Folge. Auf B2 sagt ihr also oder deshalb. Auf C1 habt ihr mehr Optionen. Demnach folglich infolge dessen. Die Kosten steigen. Demnach müssen wir das Budget anpassen. Klingt logisch und smart. Genau. Ein kleines Wort, aber es zeigt, dass ihr logisch denkt. Wort 25. folglich noch ein Connektor als logische Folge. Die Nachfrage sinkt. Folglich müssen wir die Produktion reduzieren. Demnach und folglich. Ist das das gleiche? Fast. Folglich ist etwas formeller und akademischer. In wissenschaftlichen Texten folglich. In Berichten und Meetings, demnach oder folglich. Beides geht. Also für Prüfungen, folglich, für die Arbeit demnach. Gute Faustregel. Und beide sind hundertmal besser als immer nur deshalb. Wort 26: Insofern, das heißt in dieser Hinsicht, in dem Sinne. Insofern hat er recht. Wie benutze ich das? Es schränkt eine Aussage ein. Du hast Recht, insofern als dass die Zahlen das bestätigen. Heißt, du hast Recht, aber nur in diesem Punkt, nicht in allem. Ah, also ich stimme teilweise zu. Genau, diplomatisch. Insofern stimme ich Ihnen zu, heißt in diesem einen Punkt ja, im Rest vielleicht nicht. Das ist ein diplomatisches Werkzeug, ein sehr mächtiges. Und damit haben wir Thema 5 geschafft. Zusammenfassung Thema 5 und Engagement Break. Okay, Thema 5: 26 Wörter, Zusammenhänge und Logik. Ihr könnt jetzt Ideen verknüpfen, Ursache und Wirt zeigen und logisch argumentieren. Mein Lieblingswort ist prägen. Diese Erfahrung hat mich geprägt. Das ist so ein starkes Bild. Schöne Wahl. Und liebe Zuschauer, wir sind jetzt an der Hälfte. Fünf Themen über 100 Wörter. Wenn mir jemand am Anfang gesagt hätte, dass ich 100 C1 Wörter in einer Stunde lerne, ich hätte es nicht geglaubt. Aber hier seid ihr und wenn ihr bis jetzt durchgehalten habt, ehrlich, Respekt, schreibt in die Kommentare, welches der fünf Themen für euch am wichtigsten war. Und wenn ihr eine kurze Pause braucht, jetzt ist der perfekte Moment. Holt euch einen Kaffee, streckt euch und dann kommen wir zurück. Aber kommt zurück. Wir haben noch fünf Themen und die sind genauso wichtig. Medien, Wohnen, Bildung, Gesundheit, Politik und Umwelt. Ich bin bereit. Gut. Thema 6: Medien und Nachrichten. Endlich, ich will die Tagesschau verstehen ohne Google. Dann los. Thema 6: Medien und Nachrichten. Und mal ehrlich, wie oft guckt ihr Nachrichten auf Deutsch? Ich versuche es, aber die sprechen so schnell und benutzen Wörter, die ich noch nie gehört habe. Genau, weil Nachrichtensprache ein eigenes Deutsch ist. Es ist formell, es ist präzise und es benutzt Wörter, die im Alltrag fast nie vorkommen. Aber wenn ihr diese Wörter kennt, versteht ihr plötzlich alles. Alles? Na, fast alles. 26 Wörter. Danach ist die Tagesschau kein Rätsel mehr. Wort 1, Die Nachricht. eine Information über etwas, das passiert ist. Ich habe eine wichtige Nachricht für euch. Das kenne ich. Nachrichten gucken, eine Nachricht schicken. Genau. Und das ist ein Wort mit zwei Gesichtern. Die Nachricht singular, eine einzelne Information. Ich habe eine schlechte Nachricht. Die Nachrichten Plural, die Sendung im Fernsehen. Hast du die Nachrichten gesehen? Ah, also eine Nachricht ist persönlich. Die Nachrichten sind im Fernsehen. Perfekt. Weiter. Die Schlagzeile, die große Überschrift in der Zeitung oder auf einer Webseite. Die Schlagzeile hat mich shopschiert. Schlag plus Zeile. Eine Zeile, die einschlägt. Gutes Sprachgefühl. Genauso. Sie soll einschlagen. Aufmerksamkeit erzeugen. Schlagzeilen machen heißt für Aufsehen sorgen. Der Skandal macht Schlagzeilen. Er hat Schlagzeilen gemacht, nachdem er zurückgetreten ist. Richtig. Perfekt. Und eine wichtige Medienlektion. Lest nie nur die Schlagzeile, lest den Artikel. Das sagt meine Mutter auch immer. Deine Mutter hat recht. Wort 3: Die Quelle. Wo eine Information herkommt. Laut zuverlässigen Quellen plant die Regierung Veränderungen. Das hatten wir in Thema 2, oder? Kurz, jetzt gehen wir tiefer. In den Medien ist die Quelle alles. Eine anonyme Quelle. Jemand, der seinen Namen nicht nennen will. aus Regierungsquellen. Jemand aus der Regierung hat das gesagt. Die Quelle ist fragwürdig. Man kann der Information nicht vertrauen. Was ist ihre Quelle? Das kann ich in jeder Diskussion fragen. Und ihr solltet es immer fragen, woher die Information kommt. Wort 4: Berichten. Über etwas informieren. Informationen weitergeben. Mehrere Medien berichten über den Vorfall. Wie benutze ich das? Berichten über etwas, ein Thema. berichten von etwas eine persönliche Erfahrung. Die Zeitung berichtet über den Skandal. Er berichtet von seiner Reise über Nachrichten von persönlich. Okay. Und das Nomen, der Bericht, ein Bericht der Tagesschau, laut einem Bericht der Regierung. Das braucht ihr ständig. Wort 5, die Meldung. Eine kurze offizielle Nachricht. Laut einer Meldung der Polizei gab es einen Unfall. Was ist der Unterschied zu Nachricht? Nachricht allgemein kann alles sein. Meldung kurz offiziell sachlich. Die Polizei gibt eine Meldung heraus. Die Zeitung veröffentlicht eine Meldung. Es ist eine Eilmeldung. Breaking News. Eilmeldung. Das sehe ich immer auf meinem Handy. Jetzt weiß ich, was es heißt. Eilmeldung ist eine dringende Meldung. Eil von Eile. Schnell Wort 6: Die Sendung. Ein Programm im Fernsehen oder Radio. Meine Lieblingssendung kommt um 20 Uhr. Einfach wie Show oder Programm. Ja, aber auf C1 sagt ihr nicht, ich gucke eine Show. Ihr sagt, ich schaue mir eine Sendung an. Klingt erwachsener. Die Sendung berichtet über aktuelle Themen. Jetzt habe ich Berichten und Sendungen kombiniert. Genau. Weiter. Die Werbung. Reklame Anzeigen. Ich kann diese Werbung nicht mehr sehen. [gelächter] Das fühle ich. Und es gibt Werbung überall. Fernsehen, Internetstraße. Genau. Und wichtige Kombinationen. Werbung machen für etwas. Die Firma macht Werbung für ihr neues Produkt. Werbung schalten. Eine Werbeanzeige buchen. Er hat eine Werbung auf Instagram geschaltet. Richtig. Ja. Und auf C1 unterscheidet ihr. Werbung ist allgemein. Eine Anzeige ist eine spezifische Werbung. Eine Stellenanzeige, eine Werbung für einen Job. Stellenanzeige, das ist eine Jobannonce. Genau, darauf bewerbt ihr euch. Passt zu Thema 1. Wort 9. Veröffentlichen. Etwas publizieren, der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Zeitung hat einen Artikel über den Skandal veröffentlicht. Also ein Text, ein Buch, ein Bericht wird veröffentlicht. Genau. Die Veröffentlichung der Studie hat für Aufregung gesorgt. Passt das perfekt. Wort 9: Verbreiten. Etwas weitergeben, so dass es sich ausdeg. Die Nachricht hat sich schnell verbreitet. wie bei Social Media. Genau. Eine Nachricht verbreitet sich, ein Gerücht verbreitet sich, Falschmeldungen verbreiten sich. Reflexiv, es verbreitet sich, es passiert von allein. Und aktiv, er verbreitet Gerüchte, heißt er macht es absichtlich. Genau. Gerüchte verbreiten heißt, jemand tut es aktiv. Das Gerücht verbreitet sich, es passiert. Wichtiger Unterschied. Bitte verbreiten Sie keine Falschinformationen. Das klingt wie eine offizielle Warnung. Das ist es auch. Wort 10: Sich informieren. Upgrade von lesen über. Auf B2 sagt ihr, ich lese etwas über das Thema. Auf C1, ich informiere mich über das Thema. Das klingt aktiver. Ist es auch. Sich informieren heißt, ihr macht bewusst etwas. Ihr lest, ihr recherchiert, ihr fragt nach. Ich habe mich gründlich informiert. Heißt, ich weiß Bescheid. Ich informiere mich regelmäßig über die aktuelle Lage. Das klingt nach einem verantwortungsvollen Erwachsenen. Genauso sollt ihr klingen. Die Entwicklung. Wie sich etwas über Zeit verändert. Wir beobachten die Entwicklung genau. In den Nachrichten höre ich das ständig. Ja, weil Nachrichten Entwicklungen zeigen. Die politische Entwicklung in Europa, die technologische Entwicklung der letzten Jahre und eine besorgniserregende Entwicklung. Etwas verändert sich und das ist nicht gut. Besorgniserregend? Was für ein Wort. Willkommen bei C1. Die Wörter werden länger und die Bedeutung wird präziser. Ich beobachte die Konfliktentwicklung mit Besorgnis. Ja, das klingt nach Tagesschau. Wort 12. sich ereignen, sich ereignen, geschehen, passieren, aber formell, der Unfall hat sich gestern Abend ereignet. Warum nicht einfach passieren? Weil Nachrichten nicht passieren sagen. Das ist zu umgangssprachlich. Ein schwerer Unfall hat sich auf der A7 ereignet. Nachrichtensprache. Ein Unfall ist auf der A7 passiert. Alltagssprache. Und das Nomen, das Ereignis. Genau. Ein wichtiges Ereignis, ein historisches Ereignis, ein tragisches Ereignis. Die Ereignisse der letzten Wochen haben uns alle betroffen. Passieren Alltag. Sich ereignen, Nachrichten. Klar. Wort 13. Der Vorfall. Der Vorfall. Ein einzelnes Ereignis, meistens negativ. Die Polizei untersucht den Vorfall. Warum nicht einfach Ereignis? Weil Ereignisse oft größer ist, ein historisches Ereignis. Der Vorfall ist kleiner und meist negativ. Ein Sicherheitsvorfall, ein rassistischer Vorfall, ein Vorfall an der Grenze. Es ist kleiner als ein Ereignis, aber ernst genug, um darüber zu sprechen. Es gab einen Vorfall in der Schule. Klingt mach etwas ist passiert und jemand ist schuld. Genau. Das Wort hat immer diesen ernsten Unterton. Wort 14. Aufdecken. Aufdecken. Etwas verstecktes ans Licht bringen. Journalisten haben den Skandal aufgedeckt. Wie investigativer Journalismus. Genau. Korruption aufdecken, Betrug aufdecken, Missstände aufdecken. Das Wort hat Power. Wer aufdeckt, zeigt Mut. Die Zeitung hat aufgedeckt, dass die Firma Steuern hinterzogen hat. Das klingt nach einer großen Geschichte. Das ist eine große Geschichte und genauso benutzt ihr es. Wort 15 bekanntgeben. Bekanntgeben. Offiziell mitteilen. Die Regierung hat neue Regeln bekanntgegeben. Also eine offizielle Ankündigung. Genau. Die Firma gibt die Quartalszahlen bekannt. Der Präsident gibt seinen Rücktritt bekannt. Immer offiziell und formell. In Nachrichten ständig, wie das Unternehmen bekannt gab. Es wurde bekannt gegeben, dass die Preise steigen. Passiv geht auch. Ja, in Nachrichten sehr häufig passiv. Gut aufgepasst. Wort 16: Der Trend. Der Trend, eine allgemeine Richtung, in die sich etwas entwickelt. Der Trend geht in Richtung Homeoffice. Das Wort kenne ich, das ist international. Ja, aber auf C1 benutzt ihr es analytisch. Ein steigender Trend, ein rückläufiger Trend. Etwas geht zurück. Dieser Trend setzt sich fort. Er geht weiter. Rückläufig, das ist ein gutes Wort. Bonuswort: steigend nach oben, rückläufig nach unten. Für Berichte und Analysen perfekt. Wort 17: Zunehmen. Upgrade von mehr werden. Zunehmen. Mehr werden ansteigen. Die Zahl der Internetnutzer weltweit nimmt zu. Das ist wie Steigen aus Thema 5. Ähnlich steigen für Zahlen und Werte, Preise steigen, zunehmen allgemeiner. Die Bevölkerung nimmt zu, die Kriminalität nimmt zu, die Nachfrage nimmt zu. Und Achtung, zunehmen heißt auch ein Gewicht gewinnen, oder? Ja, ich habe im Urlaub zugenommen. Ganz andere Bedeutung, aber im Kontext immer klar. Die Spannungen zwischen den Ländern nehmen zu. Klingt nach Nachrichten. Genauso. Wort 18: Abnehmen. Das Gegenteil: Abnehmen, weniger werden. Die Zahl der Bewerber nimmt ab. Zunehmen, mehr. Abnehmen, weniger. Ein paar. Genau. In Nachrichten die Arbeitslosigkeit nimmt ab, positiv. Die Artenwiederfalt nimmt ab, negativ. Und ja, abnehmen heißt auch Gewicht verlieren. [gelächter] Zunehmen ist traurig, abnehmen ist das Ziel. Im Kontext immer klar. Weiter. Wort 19: Die Öffentlichkeit. Die Öffentlichkeit, die Menschen, die Gesellschaft, als Ganzes. Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Information, also alle Menschen. Ja. Und wichtige Kombinationen in der Öffentlichkeit heißt öffentlich sichtbar. an die Öffentlichkeit gehen, etwas publik machen, der Öffentlichkeit vorenthalten, etwas geheim halten. Die Dokumente wurden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Klingt offiziell sehr. Und es passt zu Aufdecken. Journalisten decken etwas auf und bringen es an die Öffentlichkeit. Wort 20: Die Debatte. Die Debatte, eine öffentliche Diskussion über ein wichtiges Thema. Die Debatte über den Klimawandel wird immer hitziger. Diskussion und Debatte gleich? Nein, Diskussion ist allgemein. Zwei Freunde können diskutieren. Debatte ist formell, oft öffentlich mit verschiedenen Seiten. Politische Debatte, parlamentarische Debatte. Das Thema sorgt für Debatten. Heißt die Leute streiten darüber. nicht streiten, diskutieren auf hohem Niveau, mit Argumenten, Standpunkten, Quellen, alles was wir in Thema 2 gelernt haben. Ah, alles hängt zusammen. Wort 21: Die Kritik. Die Kritik, negative Bewertung, Beanstandung. Das neue Gesetz steht unter heftiger Kritik. Kritik ist immer negativ, meistens im Kontext von Medien und Politik. Ja. Kritik üben an etwas, jemanden kritisieren. Kritik ernten, kritisiert werden. Unter Kritik stehen, gerade kritisiert werden. Die Regierung erntet Kritik für ihre Entscheidung. Klingt nach Schlagzeile. Ist es auch. Und konstruktive Kritik ist positiv gemeint. Ich übe konstruktive Kritik. Heißt ich kritisiere, um zu helfen. Wort 22. Ausgerechnet. Ausgerechnet. Das drückt Überraschung oder Ironie aus. Ausgerechnet jetzt regnet es an meinem Hochzeitstag. Ah, genau an dem Tag, an dem man es nicht braucht. Genau. Ausgerechnet heißt von allen Möglichkeiten passiert genau das. Ausgerechnet er hat den Preis gewonnen. Heißt er wirklich er. [gelächter] Ausgerechnet montags muss ich Überstunden machen. Ja, genau dieses Gefühl. Das ist ein Wort, das eure Sprache lebendig macht. Es zeigt Emotion, Ironie, Frustration in einem Wort. Wort 23: Offenbar. Offenbar. Anscheinend, wie es aussieht, offenbar hat er das Meeting vergessen. Also, ich bin nicht 100% sicher, aber es sieht so aus. Genau. In Nachrichten ständig. Offenbar gab es Probleme bei den Verhandlungen. Es zeigt, die Information ist noch nicht bestätigt. Auf C1 drückt ihr Unsicherheit elegant aus. Offenbar statt ich glaube oder vielleicht klingt professioneller. Viel professioneller und ähnlich ist angeblich. Angeblich hat er gekündigt, heißt jemand sagt das, aber ich bin mir nicht sicher. Offenbar es sieht so aus. Angeblich jemand behauptet das. Perfekt unterschieden. Wort 24. Sämtliche. Sämtliche. Alle ohne Ausnahme. Sämtliche Medien berichten darüber. Warum nicht einfach alle? Sämtliche ist stärker. Alle allgemein. Sämtliche wirklich jeder einzelne. Sämtliche Versuche sind gescheitert. Heißt nicht ein einziger hat funktioniert. Sämtliche Mitarbeiter wurden informiert. Klingt nach einer offiziellen Mitteilung. Genau. Ein kleines Wort, das den Satz sofort formeller macht. Wort 25. Laut. Laut nicht laut wie Lärm. Laut als Präposition. Gemäß laut Quelle. Laut einer Studie trinken Deutsche am meisten Kaffee in Europa. Oh, das höre ich in Nachrichten ständig. Laut Experten. Genau, laut Polizeiangaben, laut einem Bericht, laut Regierung. Es heißt, ich zitiere jemanden. Es ist nicht meine Meinung, sondern eine Quelle, sagt das. Laut einer aktuellen Umfrage sind 70% der Bevölkerung unzufrieden. Nachrichtensprache. Perfekt. Und viel besser als eine Studie sagt das weiter. Wort 26 hinterfragen. Kritisch nachdenken. Etwas in Frage stellen. Wir sollten diese Informationen hinterfragen. Also nicht alles glauben, was man hört. Genau. Quellen hinterfragen, Aussagen hinterfragen, Entscheidungen hinterfragen. Es bedeutet nicht, ich glaube es nicht, es bedeutet, ich denke darüber nach, ob es stimmt. Das ist Medienkompetenz. Es ist wichtig, Nachrichten kritisch zu hinterfragen. Das ist die Lektion aus diesem ganzen Thema, oder? Genau. Lest nicht nur Schlagzeilen, prüft die Quellen, informiert euch und hinterfragt alles. Auch dieses Video. Besonders dieses Video. Nein, aber wirklich. Kritisches Denken macht den Unterschied zwischen einem Konsumenten und einem gebildeten Menschen. Zusammenfassung Thema 6 26 Wörter: Medien und Nachrichten. Ihr könnt jetzt Nachrichten verstehen, über Medien diskutieren und Informationen hinterfragen. Mein Lieblingswort ist ausgerechnet. Das macht jeden Satz sofort lebendiger. Gute Wahl. Und hier ist das Verrückte. Wir haben jetzt über 130 Wörter, mehr als die Hälfte geschafft. Und ich habe nicht einmal gemerkt, wie schnell die Zeit geht. Das ist der Plan. Thema 7: Wohnen, Stadt und Reisen. Euer Alltag in Deutschland. Endlich, weil Wohnungssuche in Deutschland ein eigenes Abenteuer ist. Da hast du recht. Los. Thema 7: Wohnen, Stadt, Reisen. Euer Alltag in Deutschland. Okay, das ist persönlich, weil Wohnungssuche in Deutschland mich fast zum Weinen gebracht hat. Dich und jeden anderen Ausländer in Deutschland und wahrscheinlich auch die Hälfte der Deutschen. Stimmt, es ist für alle schlimm. 26 Wörter: Wohnen, Stadt, Reisen, alles was ihr für euren Alltag braucht. Wort 1: Die Miete. Das Geld, das ihr monatlich für eure Wohnung bezahlt. Meine Miete beträgt 800 € im Monat. Nur 800? Wo wohnst du? Auf dem Mond? Okay, in München oder Berlin ist es mehr. Viel mehr. Und Achtung, die Miete ist nicht alles. Es gibt die Kaltmiete, nur die Wohnung und die Warmmiete mit Heizung und Nebenkosten. Also, wenn ich eine Anzeige sehe und da steht 800 € kalt, dann kommen noch 150 200 € Nebenkosten dazu. Die Warmmiete ist das, was ihr wirklich bezahlt. Das hätte ich gerne vor meiner ersten Wohnung gewusst. Lektion gelernt. Immer nach der Warmmiete fragen. Wort 2: Mieten und vermieten. Zwei Verben, die zusammengehören. Mieten. Ihr nehmt eine Wohnung. Vermieten. Jemand gibt euch die Wohnung. Ich miete eine Wohnung. Der Besitzer vermietet die Wohnung. Also ich miete, der Vermieter vermietet. Genau. Und die Personen, der Mieter ist der, der drin wohnt. Der Vermieter ist der, dem die Wohnung gehört. Mieter, ich Vermieter der Besitzer und wir hassen uns meistens gegenseitig. Das ist leider oft so, aber es gibt Gesetze, die beide Seiten schützen. Deutschland nimmt Mietrecht sehr ernst. Wort 3: Der Mietvertrag. Das offizielle Dokument zwischen Mieter und Vermieter. Bitte lesen Sie den Mietvertrag sorgfältig durch. Und tut das jemand wirklich? Ihr solltet. Im Mietvertrag steht alles. Miete, Nebenkosten, Kündigungsfrist, Regeln. Und mein Tipp: Lasst den Mietvertrag von jemandem prüfen, bevor ihr unterschreibt. Es gibt Mietervereine, die euch helfen. Mieterverein, eine Organisation, die Mietern hilft. Gegen eine kleine Gebühr prüfen sie Verträge und helfen bei Problemen mit dem Vermieter. Das hätte ich gebraucht. Ich habe meinen ersten Mietvertrag unterschrieben, ohne irgendwas zu lesen. Bitte mach das nie wieder. Wort 4: Die Kaution. Die Kaution, eine Sicherheitszahlung am Anfang, meistens zwei bis drei Monatsmieten. Die Kaution beträgt zwei Monatsmieten kalt. Das ist viel Geld auf einmal. Ja, aber ihr bekommt es zurück, wenn ihr auszieht. Wenn die Wohnung in gutem Zustand ist, das heißt, keine Löcher in den Wänden, alles sauber, alles funktioniert. Und wenn nicht, dann zieht der Vermieter Geld von der Kaution ab, also beim Auszug die Wohnung so hinterlassen, wie ihr sie bekommen habt. Ich bekomme meine Kaution nicht zurück. Das will niemand sagen. Niemand. Wort 5: Die Nebenkosten. Die Nebenkosten. Alle Kosten neben der Miete, Heizung, Wasser, Mühlabfuhr, manchmal Strom. Die Nebenkosten sind dieses Jahr gestiegen. Ist das nicht in der Warmmiete drin? Meistens ja, aber einmal im Jahr gibt es die Nebenkostenabrechnung und dann kann es eine Nachzahlung geben. Ihr müsst mehr bezahlen oder eine Rückzahlung. Ihr bekommt Geld zurück. Nachzahlung klingt schmerzhaft. Kann es sein, besonders wenn die Heizkosten steigen. Deshalb im Winter nicht die Heizung auf Maximum. Zu spät. Ich friere nicht gerne. Wort 6: Umziehen. Die Wohnung wechseln. Ich ziehe nächsten Monat um. Das ist stressig. Sehr. Und das Nomen, der Umzug. Der Umzug hat drei Tage gedauert und in Deutschland hilft man sich gegenseitig beim Umzug. Freunde kommen, tragen Möbel und am Ende gibt es Pizza und Bier. Umzugshilfe gegen Pizza und Bier, das ist ein guter Deal, der Beste. Und wenn ihr niemanden habt, es gibt Umzugsunternehmen, teurer, aber einfacher. Wort 7: Der Nachbar, die Nachbarin, die Leute, die neben euch wohnen. Und in Deutschland ist das Verhältnis zum Nachbarn wichtig, oder? Sehr ruhig sein nach 22 Uhr. Sonntags nicht bohren, den Müll richtig trennen. Wenn ihr einen guten Nachbarn habt, ist das Leben schön. Wenn nicht, Krieg. Nachbarschaftsstreit ist ein echtes Thema in Deutschland. Die Leute gehen wegen Lärm zum Anwalt. Wirklich? Wegen Lärm? Willkommen in Deutschland. Ruhe ist heilig. Wort 8. Die Lage, der Standort einer Wohnung oder eines Gebäudes. Die Wohnung hat eine gute Lage. Zentral und ruhig. In Immobilienanzeigen lese ich das ständig. Beste Lage. Genau. Und das wichtigste Sprichwort in der Immobilienwelt ist Lage, Lage, Lage. Die drei wichtigsten Dinge bei einer Wohnung sind erstens die Lage, zweitens die Lage, drittens die Lage. Also egal wie schön die Wohnung ist, wenn sie am falschen Ort ist, dann ist sie weniger wert. Genau. Und Lage hat auch eine zweite Bedeutung. Situation. Die politische Lage. Die aktuelle Lage. Passt zum Nachrichtenthema. Wort 9: Der Verkehr. Der Verkehr alles, was sich auf der Straße bewegt. Autos, Busse, Fahrräder. Der Verkehr in Berlin ist morgens schrecklich. Stau. Jeden Morgen Stau. Genau. Im Verkehr stecken heißt, ihr kommt nicht voran. Und der Berufsverkehr, die Stoßzeit morgens und abends, wenn alle zur Arbeit oder nach Hause fahren. Berufsverkehr, das ist Rush Hour. Genau. Vermeidet den Berufsverkehr, wenn möglich. Wort 10: Öffentliche Verkehrsmittel. Bus, Bahn, U-Bahn, Straßenbahn, alles was öffentlich ist. Ich fahre mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. In Deutschland funktionieren die gut, oder? Meistens ja, aber die Deutsche Bahn hat einen Ruf für Verspätungen. Das habe ich gehört und erlebt. Dann kennst du das nächste Wort schon. Wort 11, die Verspätung. Wenn etwas zu spät kommt. Der Zug hat 20 Minuten Verspätung. 20 Minuten? Das ist ein guter Tag bei der Deutschen Bahn. Leider manchmal wahr. Und die Durchsage: Wir bitten die Verspätung zu entschuldigen. Das hört ihr so oft, dass ihr es irgendwann mitsprechen könnt. Das kann ich schon wegen einer technischen Störung. Genau. Und im Alltag entschuldigen Sie, die Verspätung könnt ihr auch benutzen, wenn ihr zu spät kommt. Klingt besser als sorry. Wort 12: Die Infrastruktur. Straßen, Brücken, öffentliche Gebäude, Internet, alles, was eine Stadt funktionieren lässt. Die Infrastruktur in ländlichen Regionen muss bebessert werden. Das ist ein Nachrichtenwort, oder? Ja, aber auch im Alltag. Die digitale Infrastruktur ist hier schlecht, heißt schlechtes Internet. In manchen Regionen Deutschlands immer noch ein Problem. In dem reichsten Land der Welt. Ja, das überrascht viele, aber in Städten funktioniert meistens alles gut. Wort 13: Buchen. Jetzt zu reisen. Buchen, eine Reservierung machen. Ich habe einen Flug nach Barcelona gebucht. Das kenne ich. Online buchen, ein Hotel buchen. Genau. Und die Nomen? Die Buchung. Die Buchungsbestätigung. Ich brauche meine Buchungsbestätigung für das Hotel. Immer speichern, immer ausdrucken. In Deutschland wollen alle einen Nachweis. Die Deutschen und ihre Dokumente. Oh, ohne Nachweis existiert nichts. Wort 14, die Unterkunft. Dort, wo ihr übernachtet, Hotel, Ferienwohnung, Hostel, alles eine Unterkunft. Wir suchen noch eine günstige Unterkunft. Warum nicht einfach Hotel sagen? Weil Unterkunft allgemeiner ist. Wenn ihr nicht wisst, ob es ein Hotel, eine Pension oder eine Ferienwohnung wird. Unterkunft. Wir haben eine Unterkunft in der Nähe des Bahnhofs gefunden. Das klingt auch eleganter als wir schlafen irgendwo in der Nähe. Deutlich. Wort 15. Die Sehenswürdigkeit. Etwas, das man sehen sollte. Touristenattraktionen. Das Berliner Brandenburger Tor ist die bekannteste Sehenswürdigkeit Berlins. Sehenswürdigkeit sehen plus würdig. Sehenswürdig gesehen zu werden. Genau. Gutes Sprachgefühl und Sehenswürdigkeiten besichtigen. Die klassische Touristenaktivität. Das ist ein langes Wort. Ja, aber genau wie Vorstellungsgespräch. Es zeigt, dass ihr Deutsch denkt. sagt nicht Touristenattraktionen, sagt Sehenswürdigkeiten. Wort 16: Der Aufenthalt, die Zeit, die ihr an einem Ort verbringt. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt. Das sagt das Hotelpersonal. Genau. Und offiziell der Aufenthaltstitel, die Aufenthaltsbelegung. Das ist euer Visum, eure Erlaubnis in Deutschland zu bleiben. Oh, Aufenthalt kann also beides sein. Urlaub oder offizielle Erlaubnis. Genau. Ein kurzer Aufenthalt in Wien. Urlaub. Mein Aufenthaltstitel läuft ab. Offizielle Sache. Kontext ist alles. Wort 3, der Mietvertrag. Wort 17: Das Gepäck. Das Gepäck. Eure Koffer, Taschen, Rucksäcke, alles zusammen. Mein Gepäck ist am Flughafen verloren gegangen. Das ist mir tatsächlich passiert in Frankfurt. Ich stand am Band und mein Koffer kam einfach nicht. Das ist der schlimmste Moment beim Reisen. Und die wichtigen Kombinationen: Handgepäck, das ist was ihr in die Kabine mitnimmt. Aufgabegepäck, das geht in den Frachtraum. Bitte geben Sie Ihr Gepäck am Schalter auf. Das höre ich im Flughafen. Genau. Gepäck aufgeben, am Schalter abgeben. Wort 18 übernachten. Übernachten. Eine Nacht irgendwo verbringen. Wir übernachten in einem kleinen Hotel am See. Das ist mehr als nur schlafen. Ja, schlafen ist die Aktivität. Übernachten ist eine Nacht an einem Ort bleiben. Kann ich bei dir übernachten, kann ich bei dir schlafen, aber höflicher. Und die Übernachtung, das Nomen? Genau. Die Übernachtung kostet 80 €. In Hotelanzeigen immer Preis pro Übernachtung. Wort 19: Das Ausland. Das Ausland, jedes Land außer dem eigenen. Ich habe drei Jahre im Ausland gelebt. Ins Ausland gehen, im Ausland leben, aus dem Ausland kommen. Ich höre das überall. Genau. Und Auslandserfahrung, das ist in Lebensläufen goldwert. Ich habe Auslandserfahrung in drei Ländern, sofort interessant für Arbeitgeber. Das schraube ich in meine nächste Bewerbung, wenn ich mich bei einer Firma um eine Stelle bewerbe. Siehst du, Thema 1 kommt zurück. Um bei Auf nie für. Das vergesse ich nie wieder. Wort 20. Die Grenze. Die Grenze. Die Linie zwischen zwei Ländern. Wir haben die Grenze zu Österreich überquert. In Europa ist das manchmal gar nicht spürbar, oder? Richtig, Schengenraum, keine Kontrolle, aber das Wort Grenze ist auch abstrakt. An seine Grenzen stoßen, nicht mehr weiter können. Grenzen setzen, jemandem sagen bis hierhin und nicht weiter. Ich muss meine Grenzen kennen. Das klingt nach Lebensweisheit. ist es auch ein Wort mit vielen Bedeutungen. Wort 21: Besichtigen. Besichtigen. Etwas anschauen, besuchen. Oft touristisch. Wir haben das Schloss besichtigt. Also Sehenswürdigkeiten besichtigen. Genau. Aber auch eine Wohnung besichtigen. Die Wohnungsbesichtigung. Das ist der Termin, bei dem ihr die Wohnung anschaut, bevor ihr sie mietet. Und da stehen dann 30 Leute in einer winzigen Wohnung und alle wollen sie haben. Willkommen auf dem deutschen Wohnungsmarkt, besonders in Großstätten. Massenbesichtigung ist ein echtes Wort. Massenbesichtigung, das klingt wie ein Horrorfilm. Fühlt sich auch so an. Wort 22: Der Reisepass. Der Reisepass. Das offizielle Dokument für Reisen ins Ausland. Mein Reisepass ist abgelaufen. Das ist mir mal passiert am Flughafen. Mein Reisepass war einen Monat abgelaufen und ich habe es nicht gemerkt. Was ist passiert? Nicht geflogen. Einfach nicht geflogen. Musste nach Hause und neuen beantragen. Lektion: Immer das Ablaufdatum prüfen. Und in Deutschland der Personalausweis. Das ist wie ein kleiner Reisepass, aber nur für Europa. Reisepass für die Welt, Personalausweis für Europa. Habe ich. Wort 23. Beantragen. Offiziell um etwas bitten. Ein Visum beantragen, einen Reisepass beantragen, einen Aufenthaltstitel beantragen. Auf B2 sage ich, ich habe nach einem Visum gefragt. Auf C1? Ich habe ein Visum beantragt. Hört ihr den Unterschied? Fragen nach informell. Beantragen, offiziell bürokratisch. Und in Deutschland beantragt man alles, oder? Alles Kindergeld beantragen, Wohngeld beantragen, Parkausweis beantragen. Ohne Antrag passiert in Deutschland nichts. Das Nomen ist der Antrag. Genau. Ich stelle einen Antrag oder formeller ich reiche einen Antrag ein. Das ist deutsche Bürokratie in einem Satz. Wort 25: Sich zurechtfinden. Sich zurechtfinden. Den Weg finden, sich orientieren, aber auch abstrakt. Am Anfang war es schwer, mich in der neuen Stadt zurechtzufinden. Das geht über Navigation hinaus, oder? Genau. Sich zurechtfinden heißt, ich kenne mich aus. Nicht nur die Straßen, sondern das System, die Kultur, die Regeln. Ich habe mich im deutschen Bürokratiesystem zurecht gefunden. Das ist eine Leistung. Das ist eine riesige Leistung. Ich finde mich manchmal immer noch nicht zurecht. Und genau deshalb ist dieses Wort perfekt. Es beschreibt den ganzen Prozess des Ankommens in ein neues Land. Ich finde mich langsam zurecht. Das ist ehrlich und schön. Und unser letztes Wort: sich einleben, sich an einen neuen Ort gewöhnen, sich zu Hause fühlen. Ich habe mich in Berlin schnell eingelebt. Das ist ein schönes Wort. einleben, in das Leben hineinkommen. Genau. Es ist mehr als sich zurechtfinden. Sich zurechtfinden, ich kenne den Weg. Sich einleben, ich fühle mich zu Hause. Es hat sechs Monate gedauert, aber jetzt habe ich mich eingelebt. Das beschreibt genau mein Gefühl. Und das ist eine Reise, die jeder macht, der in ein neues Land kommt. Erst findet man sich zurecht, dann lebt man sich ein und irgendwann ist es Heimat. Das ist wirklich schön. Und damit haben wir Thema 7 geschafft. Zusammenfassung Thema 7 26 Wörter: Wohnen, Stadt und Reisen. Ihr könnt jetzt über Wohnungen, Bürokratie und Reisen sprechen wie jemand, der wirklich in Deutschland lebt. Mein Lieblingswort ist sich einleben, weil es genau beschreibt, was ich durchgemacht habe und was ihr alle durchmacht, die in einem neuen Land leben. Thema 8: Bildung und Studium. Univokabular. Genau. Alles rund ums Lernen, Studieren und Prüfungen. Da bekomme ich schon Stress. Keine Sorge, ihr schafft das wie immer. Thema 8: Bildung und Studium. Alles rund ums Lernen. Das ist wichtig, weil das Bildungssystem in Deutschland so anders ist als in meinem Land. Für die meisten Hausländer ist es komplett verwirrend. Gymnasium, Realschule, Hauptschule, [räuspern] Ausbildung, duales Studium. Das System ist kompliziert. Siehst du? Ich verstehe jetzt schon nur die Hälfte. Dann ändern wir das. 26 Worte. Danach versteht ihr das deutsche Bildungssystem und könnt darüber reden. Wort 1, die Bildung. Wort 1, die Bildung. Alles was mit Wissen und Lernen zu tun hat. Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg. Das klingt größer als nur Schule. Ist es auch. Bildung umfasst alles. Schule, Uni, Ausbildung, aber auch persönliche Entwicklung. Allgemeinbildung, das Wissen über verschiedene Themen. Er hat eine gute Allgemeinbildung, heißt, er weiß viel über viele Dinge. Bildung ist in Deutschland kostenlos. Stimmt das? An öffentlichen Universitäten fast ja. Es gibt einen Semesterbeitrag, aber keine hohen Studiengebühren wie in vielen anderen Ländern. Das ist ein riesiger Vorteil. Ja, Deutschland nimmt Bildung ernst. Wort 2: Das Studium. Die Zeit an der Universität. Während meines Studiums habe ich in München gelebt. Studium ist nur Uni oder nicht Schule. Genau. Schule ist Schule, Studium ist Universität oder Fachhochschule. Und Achtung, im Deutschen sagt ihr nicht, ich studiere an der Universität, sondern ich studiere Medizin oder ich studiere in Berlin. Und wenn man fertig ist, ich habe mein Studium abgeschlossen. Perfekt. [räuspern] Abschließen kommt gleich noch. Wort 3. Die Vorlesung. Die Vorlesung, eine Lehrveranstaltung an der Uni, bei der ein Professor spricht und die Studenten zuhören. Die Vorlesung beginnt um 8 Uhr. 8 Uhr. Wer geht freiwillig um 8 Uhr in eine Vorlesung? Niemand freiwillig, aber manche sind Pflicht. Und Vorlesung bedeutet wörtlich: Jemand liest vor. Früher haben Professoren tatsächlich aus Büchern vorgelesen und heute? Heute gibt es PowerPoint, aber der Name ist geblieben und daneben gibt es noch das Seminar. Kleiner, interaktiver. In der Vorlesung hört ihr zu. Im Seminar diskutiert ihr. Vorlesung zuhören. Seminar diskutieren. Okay. Wort 4: Der Abschluss. Der Abschluss, das Ende einer Ausbildung oder eines Studiums. Welchen Abschluss haben Sie? Das ist eine der häufigsten Fragen in Vorstellungsgesprächen. Bachelor, Master. Genau. Bachelorabschluss, Masterabschluss, Doktortitel und für Schule Schulabschluss. Abitur ist der höchste Schulabschluss. Ohne Abitur könnt ihr in Deutschland nicht an einer Universität studieren. Also Abitur ist wie die Eintrittskarte zur Uni. Genau. Kein Abitur, keine Uni. Es gibt Ausnahmen, aber grundsätzlich gilt das. Wort 5: Die Prüfung. Die Prüfung. Ein Test. Die Prüfung war sehr schwer. Klausur ist eine schriftliche Prüfung. Mndliche Prüfung ist ein Gespräch mit dem Professor. Mündliche Prüfung macht mir am meisten Angst. Vielen und die Sprachprüfung, die kennt ihr alle. B2 Prüfung, C1 Prüfung. Ohne Prüfung kein Zertifikat. Ich habe die Prüfung bestanden. Das will jeder sagen. Genau. Und das Gegenteil. Wort 6 bestehen. Die Prüfung erfolgreich abschließen. Ich habe die Prüfung mit einer guten Note bestanden. Das ist eins der schönsten Gefühle. Ja. Und Achtung, Bestehen hat zwei Bedeutungen. Die Prüfung bestehen, erfolgreich, aber auch bestehen auf etwas. Ich bestehe darauf, dass wir das besprechen. Das heißt, ich will das unbedingt. Ich gebe nicht nach. Bestehen, Prüfung schaffen, Bestehen auf, nicht nachgeben. Zwei verschiedene Bedeutungen. Genau. Kontext ist alles. Wort 7: Durchfallen. Das Gegenteil von Bestehen. Durchfallen. Die Prüfung nicht bestehen. Er ist zum zweiten Mal durchgefallen. Durchfallen. Man fällt durch. Durch das letz den Boden. Gutes Bild. Man fällt durch und es klingt hart. Durchgefallen will niemand hören. Ich bin bei meiner Fahrprüfung durchgefallen. Dreimal. Dreimal. [räuspern] Ja, in Deutschland ist die Fahrprüfung schwer. Stimmt. Aber beim vierten Mal bestanden. Siehst du? Durchfallen ist nicht das Ende. Wort 8. Sich einschreiben. Die Zulassung. Sich einschreiben. Sich offiziell an einer Universität anmelden. Ich habe mich für das Sommersemester eingeschrieben. Wie registrieren? Genau. Aber bevor ihr euch einschreiben könnt, braucht ihr die Zulassung. Das ist die offizielle Erlaubnis an der Uni zu studieren. Also erst Zulassung bekommen, dann einschreiben. Genau. Und für manche Studiengänge gibt es einen Numerus Klausus NC. Das heißt, nur Studenten mit einem bestimmten Notendurchschnitt werden zugelassen. Also, wenn mein Abitur nicht gut genug war, dann bekommt ihr keine Zulassung für diesen Studiengang. Für Medizin z.B. braucht ihr ein sehr gutes Abitur. Das System ist streng, aber fair. Wer die Leistung bringt, bekommt den Platz. Wort 9. Die Hausarbeit. Die Hausarbeit eine schriftliche Arbeit, die ihr zu Hause schreibt, wie ein Essay, aber länger und akademischer. Ich muss bis Ende des Semesters eine Hausarbeit abgeben. Und Achtung, Hausarbeit hat auch eine andere Bedeutung, oder? Gut aufgepasst. Hausarbeit im Studium, akademische Arbeit. Hausarbeit zu Hause, putzen, kochen, waschen, komplett anders. Hausarbeit machen kann beides heißen. Das ist verwirrend. Kontext, immer Kontext. Und an der Uni eine Hausarbeit verfassen oder schreiben. Ich verfasse eine Hausarbeit über den Klimawandel. Verfassen klingt akademischer als schreiben. Wort 10: Die Forschung. Die Forschung. Wissenschaftliche Untersuchung Research. Die Forschung auf dem Gebiet der Medizin macht große Fortschritte. Also, wenn Wissenschaftler etwas untersuchen, das ist Forschung. Genau. Und das Verb forschen. Er forscht im Bereich der künstlichen Intelligenz. Und der Forscher, die Forscherin, die Person, die forscht. Laut aktueller Forschung. Das kann ich in Argumentationen benutzen. Perfekt. Passt zu Thema 2. Wenn ihr euren Standpunkt mit Forschung unterstützt, seid ihr unschlagbar. Wort 11. Das Stipendium, die finanzielle Unterstützung fürs Studium, Geld, das ihr nicht zurückzahlen müsst. Sie hat ein Stipendium für Ihr Masterstudium bekommen. Das ist wie ein Geschenk. Ja, aber man muss es sich verdienen. Gute Noten, soziales Engagement, besondere Leistungen. In Deutschland gibt es viele Stiftungen, die Stipendien vergeben. DAD, Studienstiftung, politische Stiftungen. Ich bewerbe mich um ein Stipendium. Passt. Sich bewerben um aus Thema 1. Alles hängt zusammen. Und mein Tipp: bewerbt euch. Viele denken, sie haben keine Chance, aber es gibt mehr Stipendien, als die meisten glauben. Wort 12: Die Kenntnisse Wissen und Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich, immer plural. Gute EDV Kenntnisse sind erforderlich. Das sehe ich in jeder Stellenanzeige. Sprachkenntnisse, Fachkenntnisse, Grundkenntnisse. Genau. Und auf C1 unterscheidet ihr: Grundkenntnisse heißt wenig. Gute Kenntnisse heißt solide. Sehr gute Kenntnisse heißt fast perfekt. Fließende Kenntnisse: Muttersprachniveau. Ich verfüge über gute Deutschkenntnisse. Klingt das richtig? Perfekt. Verfügen über bedeutet besitzen, haben. Auch ein C1 Werb. Ich verfüge über Kenntnisse im Bereich Marketing. Sehr professionell. Wort 13: Die Ausbildung. Und jetzt kommt etwas, das viele Ausländer nicht kennen. In Deutschland gibt es neben dem Studium die Ausbildung, eine berufliche Lehre, praktisch und theoretisch. Also nicht Uni. Nein, die duale Ausbildung. Ihr arbeitet in einer Firma und geht gleichzeitig zur Berufsschule, zwei bis dre Jahre und am Ende habt ihr einen anerkannten Berufsabschluss. Und damit bekommt man einen Job. Absolut. In Deutschland ist eine Ausbildung genauso respektiert wie ein Studium. Elektriker, Krankenpfleger, Bankkaufmann, alles Ausbildungsberufe und man verdient schon während der Ausbildung Geld. Das gibt es in meinem Land nicht. Man lernt und verdient gleichzeitig. Genau. Das deutsche Ausbildungssystem ist weltweit einzigartig und sehr erfolgreich. Wort 14. Die Weiterbildung. Lernen nach der Ausbildung oder dem Studium. zusätzliche Kurse, Zertifikate, Seminare. Ich mache eine Weiterbildung im Bereich Projektsmanagement, also lebenslanges Lernen. Genau. In Deutschland wird Weiterbildung erwartet. Fortbildung ist ein ähnliches Wort. Oft benutzt man beides Synonym. Ich besuche eine Fortbildung. Ich lerne etwas Neues für meinen Beruf. Unser Unternehmen bietet regelmäßig Weiterbildungen an. Klingt nach einer guten Firma. ist es auch. Firmen, die in Weiterbildung investieren, sind attraktiv für Arbeitnehmer. Wort 16: Die Fachrichtung. Euer Spezialgebiet im Studium oder Beruf. Welche Fachrichtung studieren Sie? Wie Studiengang? Ähnlich. Studiengang ist das Programm. Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Maschinenbau. Fachrichtung ist die Spezialisierung innerhalb des Studiengangs. Ich studiere Maschinenbau mit der Fachrichtung Automatisierungstechnik. Also Studiengang allgemein, Fachrichtung speziell. Genau. Und im Beruf meine Fachrichtung ist Marketing. Heißt das ist mein Expertisegebiet. Wort 17, die Lehre. Ein anderes Wort für Ausbildung, besonders im Handwerk. Er hat eine Lehre als Schreiner gemacht. Ausbildung und Lehre, das gleiche fast. Lehre klingt traditioneller und wird oft für Handwerksberufe benutzt. Ausbildung ist allgemeiner und die Lehre hat noch eine zweite Bedeutung. Das ist eine wichtige Lehre, heißt eine Lektion, die man gelernt hat. A Lehre wie Lesson learned. Genau. Welche Lehre ziehen wir daraus? Heißt, was lernen wir aus dieser Situation? Die Lehre aus meiner Fahrprüfung mehr üben. [gelächter] Gute Lehre. Wort 18. Der Nachweis. Ein Beweis, ein Dokument, das etwas bestätigt. Bitte bringen Sie einen Nachweis über Ihre Sprachkenntnisse mit. Das brauche ich für die Uni oder für alles. Sprachnachweis für die Uni, Arbeitsnachweis für den Job, Einkommensnachweis für die Wohnung. Schon wieder Deutschland und Dokumente. Ja. Und das Verb nachweisen. Können Sie Ihre Qualifikation nachweisen? Heißt, haben Sie ein Dokument, das bestätigt? Ich kann meine Berufserfahrung nachweisen. Gut für Vorstellungsgespräche. Sehr gut. Wort 19: Die Note, die Bewertung eurer Leistung. In Deutschland 1 ist die beste Note, 6 die schlechteste. Das ist andersrum als in vielen Ländern. Genau. Ein sehr gut. 2 gut. 3 befriedigend 4 ausreichend. Fünf mangelhaft. Sech ungenügend. Ab welcher Note besteht man? Vier. Ausreichend ist gerade noch bestanden. 5 ist durchgefallen. Und der Notendurchschnitt, das braucht ihr für Bewerbungen und Zulassungen. Mein Notendurchschnitt beträgt 1,8. Klingt das gut? Sehr gut, sogar damit stehen euch viele Türen offen. Wort 20. Der Semester, ein halbes Studienjahr, Wintersemester, Oktober bis Februar, Sommersemester April bis Juli und dazwischen Semesterferien. Aber in den Semesterferien schreibt man Hausarbeiten und lernt für Prüfungen. Es sind keine richtigen Ferien. Das kenne ich. Semesterferien heißt Prüfungsstress. Willkommen im deutschen Unileben und eine wichtige Kombination. Im dritten Semester heißt, ich studiere seit einhalb Jahren. Das zählt man so. Wort 21: sich auf etwas vorbereiten. Upgrade von lernen für. Auf B2 sagt ihr, ich lerne für die Prüfung. Auf C1, ich bereite mich auf die Prüfung vor. Das klingt ernster. Ist es auch. Sich vorbereiten heißt nicht nur lernen, sondern alles organisieren, Material sammeln, Zeitplan erstellen, üben. Ich bereite mich gründlich auf das Vorstellungsgespräch vor. Hast du dich gut vorbereitet? Das fragt man vor einer Prüfung. Genau. Und die Vorbereitung, das Nomen, die Vorbereitung hat drei Wochen gedauert, professioneller als ich habe drei Wochen gelernt. Wort 22: sich aneignen, sich Wissen oder Fähigkeiten selbst beibringen. Ich habe mir Programmierkenntnisse selbst angeeignet. Also autodidaktisch lernen. Genau. Sich Wissen aneignen, sich Fähigkeiten aneignen. Es zeigt Initiative. Nicht jemand hat es euch beigebracht, ihr habt es euch geholt. Ich habe mir Deutschkenntnisse durch Videos angeeignet. Das klingt selbstbewusst. Und in Vorstellungsgesprächen Gold wert. Ich habe mir die Fähigkeiten eigenständig angeeignet. Zeigt ihr seid motiviert und selbstständig. Wort 23. Vertie. Etwas intensiver lernen, tiefer einsteigen. Ich möchte meine Kenntnisse im Bereich Marketing vertiefen. Tiefer gehen von der Oberfläche in die Tiefe. Genau. Wissen vertiefen, Kenntnisse vertiefen, ein Thema vertiefen. Es heißt, ihr wisst schon etwas, aber ihr wollt mehr. In meinem Masterstudium möchte ich meine Fachkenntnisse vertiefen. Perfekt für eine Bewerbung an der Uni. Genauso. Weiter. Wort 24. Vermitteln. Wissen oder Informationen weitergeben. Die Vorlesung vermittelt grundlegende Kenntnisse. Also lehren, ähnlich, aber breiter. Lehren, eine Person bringt einer anderen etwas bei. Vermitteln, Wissen wird transportiert, weitergegeben. Ein Buch vermittelt Wissen. Ein Kurs vermittelt Kenntnisse und vermitteln hat noch eine andere Bedeutung. Zwischen zwei Parteien vermitteln. Schlichten. Er vermittelt zwischen den beiden Seiten wie ein Mediator. Genau. Wissen vermitteln unterrichten. Zwischen Menschen vermitteln schlichten. Zwei Bedeutungen, gleiches Wort. Wort 24. Der Anspruch, die Erwartung, das Niveau, das man verlangt. Die Universität hat hohe Ansprüche an ihre Studenten, also hohe Erwartungen, ja, und einen Anspruch haben auf etwas. Ich habe Anspruch auf Barfök, das heißt, mir steht es rechtlich zu. Barfök ist die Studienfinanzierung vom Staat. Ah, also Anspruch hat zwei Seiten: Erwartung, hohe Ansprüche und Recht. Anspruch auf etwas haben. Perfekt. Und anspruchsvoll, wenn etwas hohe Ansprüche stellt. Die Prüfung war anspruchsvoll, heißt schwer, aber auf gutem Niveau. Wort 25. Erwerben. Erwerben formell für bekommen, erlangen. Ich habe einen Masterabschluss erworben. Auf B2 sage ich, ich habe einen Master gemacht. Auf C1. Ich habe einen Masterabschluss erworben und Kenntnisse erwerben, Qualifikationen erwerben, Berufserfahrung erwerben. Im Lebenslauf und in Bewerbungen klingt Erwerben hundertm besser als bekommen oder machen. Während meines Studiums habe ich umfangreiche Kenntnisse im Bereich IT erworben. Das klingt nach einem professionellen Lebenslauf. Genau, das ist Lebenslaufsprache. Wort 26, das Ergebnis, das Resultat, das Endergebnis einer Prüfung, eines Projekts, einer Forschung. Das Ergebnis der Studie war überraschend. Ergebnis von ergeben oder etwas ergibt sich aus Thema 5. Sehr gut. Die Wörter kommen zurück und wichtige Kombinationen zu einem Ergebnis kommen, ein Ergebnis erzielen. Wir haben ein gutes Ergebnis erzielt. Erzielen ist formell für erreichen. Das Prüfungsergebnis wird nächste Woche bekannt gegeben. Bekanntgeben aus Thema 6. Jetzt denkt ihr in Zusammenhängen. Das ist C1. Zusammenfassung Thema 8. Thema 8 26 Wörter Bildung und Studium. Ihr könnt jetzt über das Bildungssystem sprechen, Prüfungen, Abschlüsse, Bewerbungen an der Uni, alles. Mein Lieblingswort ist sich aneignen. Ich habe mir das selbst angeeignet, das zeigt Stärke. Starke Wahl. Und liebe Zuschauer, wir haben jetzt über 170 Wörter geschafft. Noch zwei Themen. Nur noch zwei? Das ging so schnell. Weil ihr dabei seid. Thema 9: Gesundheit und Medizin. Hoffentlich braucht ihr die Wörter nicht so oft. Hoffentlich. Aber wenn doch, dann seid ihr vorbereitet. Thema 9: Gesundheit und Medizin. Ein Thema, das hoffentlich niemand zu oft braucht. Hoffentlich. Aber wenn ihr in Deutschland zum Arzt geht und irgendwann muss jeder, dann wollt ihr nicht dahen und nicht wissen, was der Arzt sagt. Das ist mir passiert. Mein erster Arztbesuch in Deutschland. Der Arzt hat geredet und ich habe vielleicht 30% verstanden. Und das ist gefährlich. Bei Gesundheit müsst ihr verstehen, was passiert. 26 Wörter. Danach überlebt ihr jeden Arztbesuch. Überlebt, gutes Wort dafür. Wort 1, die Versicherung. Und in Deutschland ist eine Krankenversicherung Pflicht. Jeder muss eine haben. Jeder. Jeder. Es gibt zwei Arten gesetzliche Krankenversicherung und private Krankenversicherung. Die meisten haben eine gesetzliche, die wird direkt vom Gehalt abgezogen. Erinnert ihr euch an Brutto und Netto aus Thema 1? Ah, deshalb ist Netto so viel weniger. Ein Teil geht für die Krankenversicherung. Genau. Aber dafür könnt ihr einfach zum Arzt gehen und müsst fast nichts bezahlen. Kein Stress mit Rechnungen. Das ist in meinem Land komplett anders. In vielen Ländern. Das deutsche System ist nicht perfekt, aber es funktioniert. Wort 3: Der Hausarzt, die Hausarztin, euer erster Ansprechpartner bei gesundheitlichen Problemen. Wie ein Allgemeinmediziner. Also nicht direkt zum Spezialisten. Nein, in Deutschland geht ihr zuerst zum Hausarzt. Der untersucht euch und entscheidet, reicht das oder braucht ihr einen Facharzt, einen Spezialisten? Der Hausarzt gibt euch dann eine Überweisung. Überweisung? Ein Dokument vom Hausarzt, das sagt: "Ja, dieser Patient darf zum Spezialisten." Ohne Überweisung nehmen manche Facharzte euch nicht an. Also Hausarzt zuerst, dann Überweisung, dann Facharzt. Genau, das ist der Weg und sucht euch früh einen Hausarzt, nicht erst, wenn ihr krank seid. Wort 4: Das Symptom, ein Zeichen einer Krankheit. Welche Symptome haben Sie? Das fragt der Arzt als erstes. Ich muss euch was erzählen. Bei meinem ersten Arztbesuch wollte ich Symptome sagen und habe stattdessen Symphonien gesagt. Nein, doch. Ich habe viele Symphonien. Der Arzt hat mich fünf Sekunden angestarrt. Symphonien? Du hast dem Arzt gesagt, du hast viele Symfonien. Ja, Behofen wäre stolz gewesen, aber der Arzt war nur verwirrt. Okay, Symptome, nicht Sympfonien. Bitte merkt euch den Unterschied. Glaub mir, den Fehler mache ich nie wieder. Wort 5: Die Behandlung. Das was der Arzt mit euch macht, Therapie, Medikamente, Operation, alles ist eine Behandlung. Die Behandlung war erfolgreich. Und das Verbandeln. Genau, der Arzt behandelt den Patienten. Und Achtung, behandeln hat auch eine abstrakte Bedeutung. Wir behandeln das Thema in der nächsten Vorlesung. Heißt, wir besprechen es. Ah, ein Thema behandeln wie in der Schule und einen Patienten behandeln beim Arzt. Zwei Bedeutungen. Genau. Kontext. Wort Lex. Das Rezept. Ein Dokument vom Arzt für Medikamente. Der Arzt hat mir ein Rezept ausgestellt. In Deutschland bracht man ein Rezept für Medikamente? Für viele ja. Verschreibungspflichtig heißt nur mit Rezept. Rezeptfrei heißt ohne Rezept. Einfach in der Apotheke kaufen. Kopfschmerztabletten rezeptfrei. Antibiotika verschreibungspflichtig. Und Rezept heißt auch Kochrezept oder? Ja, aber wenn der Arzt von Rezept spricht, meint er nicht Spaghetti Bolognese. [gelächter] Hoffentlich nicht. Wort 7: Das Medikament. Arznei, Tabletten, Tropfen, alles was ihr einnehmt. Nehmen Sie das Medikament dreimal täglich. Und wo bekomme ich Medikamente? In der Apotheke. Nicht im Supermarkt, nicht online. In der Apotheke. Das ist in Deutschland streng geregelt. Wirklich nicht mal Aspirin im Supermarkt? Nein, Apotheke. Immer. Dafür beraten die euch auch. Ihr könnt Fragen stellen und die Apotheker helfen euch. Das ist eigentlich gut. Professionelle Beratung. Genau. Sicherheit geht vor. Wort 8. Die Nebenwirkungen. Die unerwünschten Effekte eines Medikaments. Lesen Sie die Packungsbeilage für mögliche Nebenwirkungen. Die Packungsbeilage, der Zettel im Medikament, der alles beschreibt. Dosierung, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und in Deutschland liest man den wirklich. Ich habe mal die Packungsbeilage gelesen und danach wollte ich das Medikament nicht mehr nehmen. Da standen so viele Nebenwirkungen. Ja, das passiert. Aber die meisten Nebenwirkungen sind selten. Trotzdem immer lesen und bei Fragen den Arzt oder Apotheker fragen. Wort 9: Vorbeugen. Dafür sorgen, dass eine Krankheit nicht entsteht. Prävention. Sport und gesunde Ernährung beugen vielen Krankheiten vor. Also bevor man krank wird, etwas dagegen tun. Genau. Vorbeugung ist besser als Behandlung und in Deutschland gibt es Vorsorgeuntersuchungen. Regelmäßige Checks beim Arzt, bezahlt von der Krankenkasse. Man geht zum Arzt, obwohl man nicht krank ist. Ja, um Krankheiten früh zu erkennen. Das ist Prävention, das ist Vorbeugen. Und die Krankenkasse bezahlt das. Das ist klug. Vorbeugen statt Heilen. Wort 10. Chronisch. Chronisch eine Krankheit, die lange dauert oder nie ganz weggeht. Er leidet an einer chronischen Erkrankung. Also das Gegenteil von akut. Genau. Akut, plötzlich, jetzt, dringend, chronisch, dauerhaft, langfristig, chronische Rückenschmerzen, chronischer Stress und leider chronisch wird auch umgangssprachlich benutzt. Chronisch pleite, immer kein Geld. Das kenne ich. Chronisch müde, chronisch gestresst. Willkommen in modernem Leben. Wort 11. Die Notaufnahme. Die Abteilung im Krankenhaus für Notfälle. Wir mussten in die Notaufnahme fahren. Emergency Room. Genau. Und Achtung, geht nur in die Notaufnahme, wenn es wirklich ein Notfall ist. Nicht für Kopfschmerzen, nicht für eine Erkältung. Dafür gibt es den Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Bereitschaftsdienst, der Arzt am Wochenende oder nachts. Die Nummer ist 116117. Merkt euch das. 116117. Kein Notfall, aber trotzdem dringend. 11611. Und für echte Notfälle? 112 wie überall in Europa. Die Diagnose, das was der Arzt feststellt, die Diagnose war ein Vitamin D-Mangel. Stellen eine Diagnose stellen. Genau, der Arzt stellt eine Diagnose. Die Diagnose wurde gestellt und manchmal die Diagnose war ein Schock, weil man nicht erwartet hat, was der Arzt sagt. Laut Diagnose muss ich mehr Sport machen. Das wäre eine gute Diagnose. Die beste Diagnose ist die, die man mit Bewegung und Ernährung lösen kann. Weiter: sich erholen, wieder gesund werden, sich ausruhen nach einer Krankheit oder Anstrengung. Ich muss mich nach der Operation erholen. Das klimmt wie Recovery. Genau. Und nicht nur medizinisch. Ich muss mich vom Stress erholen. Er erholt sich im Urlaub. Die Erholung, das Nomen. Ich brauche Erholung. Der Körper braucht Zeit zur Erholung. Das klingt nach einem guten Arzt. Ja. Und der beste Tipp: Nehmt euch die Zeit. In Deutschland schreibt der Arzt euch krank. Krankschreibung, dann müsst ihr nicht arbeiten. Wort 14. Die Krankschreibung. Ein Dokument vom Arzt, das sagt, ihr seid krank und könnt nicht arbeiten. Ich brauche eine Krankschreibung für meinen Arbeitgeber. Und dann muss ich nicht arbeiten. Richtig. Und das Wichtigste, ihr bekommt weiterhin euer Gehalt. In Deutschland bekommt ihr bei Krankheit bis zu 6 Wochen volles Gehalt. Lohnvorzahlung im Krankheitsfall. 6 Wochen volles Gehalt, obwohl ich krank bin? Ja, dafür bezahlt ihr die hohen Steuern und Sozialabgaben. Das System funktioniert. In meinem Land verliert man sofort Geld, wenn man krank ist. In Deutschland nicht, aber missbraucht es nicht. Die Krankschreibung ist ein Vertrauenssystem. Wort 15. Die Sprechstunde, die Zeit, in der Arzt Patienten empfängt. Die Sprechstunde ist montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr. Und außerhalb der Sprechstunde, dann müsst ihr den Bereitschaftsdienst anrufen oder wenn es dringend ist in die Notaufnahme. Und Sprechstunde gibt es auch an der Uni, die Sprechstunde des Professors. Dort könnt ihr Fragen stellen. Kann ich in Ihre Sprechstunde kommen? Das funktioniert beim Arzt und an der Uni. Genau. Gleiche Bedeutung: Verschiedene Kontexte. Wort 16: Die Untersuchung. Die Untersuchung, wenn der Arzt euch prüft, körperlich oder mit Geräten. Die Untersuchung hat nichts Auffälliges ergeben. Nichts Auffälliges, das ist gut. Sehr gut, das wollt ihr hören. Und wichtige Typen: Blutuntersuchung, Routineuntersuchung, Vorsorgeuntersuchung. Das Verb untersuchen. Der Arzt untersucht den Patienten. Und untersuchen heißt auch allgemein etwas prüfen. Die Polizei untersucht den Fall. Genau. Wieder ein Wort mit zwei Kontexten: Medizin und allgemein. Wort 17: Überweisen. Und jetzt kommen wir zur Überweisung von vorhin. Der Hausarzt überweist euch zum Facharzt. Mein Hausarzt hat mich zum Orthopäden überwiesen. Aber überweisen heißt auch Geld schicken, oder? Genau. Geld überweisen, eine Banküberweisung und zum Arzt überweisen, eine ärztliche Überweisung. Gleiches Wort: Zwei komplett verschiedene Situationen. Ich überweise die Miete. Geld. Der Arzt überweist mich. Facharzt. Kontext. Immer Kontext. Wort 18. Impfen. Impfen bekommen. Sind Sie gegen Grippe geimpft? Nach Corona kennt das jeder. Ja. Impfen, die Impfung, der Impfstoff, der Impfpass. Bitte bringen Sie ihren Impfpass mit. In Deutschland wird viel geimpft. Kinder, Erwachsene, regelmäßig und manche sind dagegen. Ja. Impfgegner und Impfbevührorter, ein umstrittenes Thema. Aus Thema 2. Umstritten. Ja, definitiv. Wort 19. Leiden anine Krankheit haben unter etwas leiden. Sie leidet an einer seltenen Erkrankung. Immer mit an. Leiden an einer Krankheit. Medizinisch. Leiden unter etwas allgemein. Ich leide unter Schlaflosigkeit. Er leidet an Diabetes. Viele Menschen leiden an chronischen Schmerzen. Chronisch ausworth die Wörter verbinden sich und leiden ist ein starkes Verb. Es zeigt echtes Leid. Nicht nur ein kleines Problem. Wort 20 heilen. Gesund machen oder gesund werden. Die Krankheit kann nicht geheilt werden. Das ist traurig. Ja, aber die Wunde heilt gut. Heißt sie wird besser. Und es gibt unheilbar, nicht heilbar, eine unheilbare Krankheit. Und umgangssprachlich, die Zeit heilt alle Wunden. Genau. Ein schönes Sprichwort. Und nicht nur für Medizin, auch für emotionale Verletzungen. Wort 21: Die Ernährung. Alles was mit Essen und Nahrung zu tun hat. Eine gesunde Ernährung ist wichtig. In Deutschland achten viele auf ihre Ernährung, oder? Ja, Bioprodukte, vegetarisch, vegan, das ist ein großes Thema. Und der Arzt sagt oft: "Achten Sie auf Ihre Ernährung, das heißt essen Sie besser." Eine ausgewogene Ernährung beugt Krankheiten vor. Vorbeugen aus Wort 9. Perfekt. Und ausgewogen. Balanced. Eine ausgewogene Ernährung, eine ausgewogene Meinung. Noch ein C1 Adjektiv geschenkt. Wort 22: Die Therapie. Behandlung über einen längeren Zeitraum. Physiotherapie, Psychotherapie, Sprachtherapie. Die Therapie dauert mehrere Monate. In Deutschland ist Psychotherapie normal, oder? Ja, und das ist gut. Es ist kein Tabu. Die Krankenkasse bezahlt Psychotherapie und der Therapeut, die Therapeutin, die Person, die behandelt. Ich bin in Therapie, das sagen Leute offen, immer mehr, besonders die jüngere Generation. Psychische Gesundheit wird in Deutschland zunehmend ernst genommen. Wort 23. Die Beschwerden. Gesundheitliche Probleme, Schmerzen, immer plural. Seit drei Tagen habe ich starke Beschwerden im Rücken. Wie Symptome? Ähnlich, aber Beschwerden ist allgemeiner. Symptome, medizinisch, der Arzt identifiziert sie. Beschwerden, das was ihr fühlt und dem Arzt beschreibt. Welche Beschwerden haben Sie? Das fragt der Arzt. Und Beschwerden heißt auch Reklamation oder im Restaurant. Ich habe eine Beschwerde. Genau, eine Beschwerde Singular Reklamation. Beschwer denn plural gesundheitliche Probleme. Der Kontext macht's klar. Wort 24, das Wohlbefinden, wie es euch geht. Körperlich und seelisch. Regelmäßige Bewegung steigert das Wohlbefinden. Wohl plus befinden, sich Wohlbefinden. Genau. Wohl, gut, befinden, wie man sich fühlt. Wohlbefinden ist ein ganzheitliches Wort, nicht nur gesund, sondern auch glücklich und zufrieden. Das seelische Wohlbefinden ist genauso wichtig wie das körperliche. Das klingt weise, ist es auch. Und in vielen Firmen spricht man jetzt über das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Employee Wellbeing, ein modernes Thema. Wort 25: Der Eingriff. Eine medizinische Operation oder Prozedur. Der Eingriff verlief erfolgreich. Warum nicht einfach Operation sagen? Operation ist groß und ernst. Eingriff kann auch klein sein. Ein kleiner Eingriff, nicht dramatisch. Ein operativer Eingriff im OP und ein chirurgischer Eingriff. Eine Operation im klassischen Sinne. Kleiner Eingriff beruhigend. Große Operation beängstigend. Das Wort macht einen Unterschied. Genau. Ärzte sagen oft bewusst Eingriff statt Operation, um Patienten zu beruhigen. Und unser letztes Wort die Genesung. Der Prozess des Gesunderdens. Ich wünsche Ihnen eine schnelle Genesung. Das klingt so formell und nett. Das ist der Satz, den ihr schreibt, wenn jemand krank ist. Letztes Thema. Thema 10: Politik, Umwelt und Gesellschaft. Das Finale. Das Finale. Und ich sage euch ehrlich, dieses Thema ist das Schwerste. Die Wörter sind lang, die Themen sind ernst und ihr braucht sie für die wirklich wichtigen Gespräche. Wichtig, wie? Wie was passiert in der Welt? Was passiert mit unserem Planeten? Wie funktioniert unser Zusammenleben? Wenn ihr über diese Themen auf Deutsch sprechen könnt, seid ihr nicht mehr nur Deutschlerner. Ihr seid informierte, gebildete Menschen, die in dieser Gesellschaft mitreden können. Das ist ein großer Anspruch. Ist es aber nach 174 Wörtern seid ihr bereit? 26 Wörter, dann habt ihr es geschafft. Wort 1, Die Regierung. Wort 1: Die Regierung, die Gruppe von Menschen, die ein Land führt. Die Regierung hat ein neues Gesetz verabschiedet. In Deutschland ist das der Bundeskanzler und die Minister. Genau, die Bundesregierung. Und auf Landesebene die Landesregierung. Deutschland hat 16 Bundesländer, jedes mit einer eigenen Regierung. Das ist kompliziert. Ja. Föderalismus. Jedes Bundesland hat eigene Regeln für Schule, Polizei, Kultur. Deshalb ist das Schulsystem in Bayern anders als in Berlin. Die Regierung steht unter Kritik. Das passt zu Thema 6. Perfekt. Weiter. Wort 2. Die Wahl. Die Wahl, wenn das Volk entscheidet, wer regiert. Die nächste Bundestagswahl findet im Herbst statt. Und wählen das Verb. Genau. Ich wähle die Partei, die meine Interessen vertritt. Und in Deutschland Wahlpflicht gibt es nicht. Aber die Wahlbeteiligung ist meistens hoch. Die Deutschen nehmen Wahlen ernst. Wer darf wählen? Deutsche Staatsbürger ab 18 Jahren. Für EU-Bürger, Kommunalwahlen, ja. Bundestagswahlen nein. Die Wahl war knapp. Heißt es war fast gleich. Genau. Knapp heißt sehr eng. Ein knappes Ergebnis: Spannung bis zum Schluss. Wort 3: Das Gesetz. Das Gesetz, eine offizielle Regel, die für alle gilt. Das Gesetz verbietet Diskriminierung am Arbeitsplatz. Ein Gesetz verabschieden, das hatten wir gerade. Genau. Und ein Gesetz einhalten, sich daran halten. Ein Gesetz brechen, dagegen verstoßen. Wer das Gesetz bricht, muss mit Konsequenzen rechnen. Das Gesetz tritt am 1. Januar in Kraft. Heißt, ab dann gilt es perfekt in Kraft treten, gültig werden. Das hört ihr in Nachrichten ständig. Wort 4: Die Demokratie. Die Demokratie, das politische System, in dem das Volk entscheidet. Deutschland ist eine parlamentarische Demokratie. Das Grundgesetz ist die Basis, oder? Genau. Das Grundgesetz ist die deutsche Verfassung. Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Der wichtigste Satz im deutschen Recht. Die Würde des Menschen ist unantastbach. Das ist stark. Sehr stark. Und das sollte jeder kennen, der in Deutschland lebt. Wort 5: Gerechtigkeit. Die Gerechtigkeit, Fairness, gleiches Recht für alle. Soziale Gerechtigkeit ist ein wichtiges Thema in der Politik. Gerecht und ungerecht, fair und unfair. Genau. Und wichtige Kombinationen: soziale Gerechtigkeit, Klimagerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit. In Deutschland wird viel über Gerechtigkeit debattiert. Das ist nicht gerecht. Das sage ich oft. Auf C1 sagt ihr, das empfinde ich als ungerecht. Empfinden aus Thema 3. Die Wörter kommen immer wieder zurück. Wort 6, die Gleichberechtigung. Die Gleichberechtigung, gleiche Rechte für alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunst oder Religion. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist im Grundgesetz verankert. Verankert, festgeschrieben, gesichert. Im Grundgesetz verankert heißt, es steht dort und ist geschützt. Und in der Realität gibt es Gleichberechtigung auf Papier? Ja, in der Praxis gibt es noch viel zu tun. Gender Paygap, wenige Frauen in Führungspositionen, das sind Themen, die in Deutschland intensiv diskutiert werden. Gleichberechtigung ist nicht nur ein Gesetz, sondern eine Haltung. Haltung aus Thema 3. Starker Satz. Wort 7. Die Integration. Der Prozess in dem Menschen Teil einer neuen Wort 10. Die Bevölkerung. Die Bevölkerung. Alle Menschen, die in einem Land oder einer Region leben. Die Bevölkerung Deutschlands beträgt etwa 84 Millionen. Das klingt formeller als die Menschen in Deutschland. ist es in Nachrichten, in Statistiken, in Berichten. Bevölkerung. Die Bevölkerung wächst. Die alternde Bevölkerung. Die Bevölkerung fordert Veränderungen. Große Teile der Bevölkerung sind unzufrieden. Das klingt nach Nachricht. Perfekt. Wort 11. Die Demonstration. Die Demonstration. Wenn Menschen auf die Straße gehen, um für oder gegen etwas zu protestieren, tausende Menschen nahmen an der Demonstration teil. In Deutschland demonstrieren die Leute oft, oder? Ja, und das ist ein Grundrecht. Im Grundgesetz geschützt Versammlungsfreiheit. Die Leute demonstrieren für Klimaschutz, gegen Krieg, für Menschenrechte. An einer Demonstration teilnehmen. Teilnehmen, das ist formell für mitmachen. Genau. Teilnehmen an etwas. Immer mit an und dativ. Wort 12. Die Menschenrechte. Die Menschenrechte. Die grundlegenden Rechte jedes Menschen. Freiheit, Gleichheit, Würde. Die Menschenrechte müssen weltweit geschützt werden. Wie die Würde des Menschen ist unantastbar. Genau, das ist die Basis der Menschenrechte und in Diskussionen Menschenrechte verletzen heißt gegen diese Rechte verstoßen. Das Land verletzt systematisch die Menschenrechte. Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Das klingt wie ein Statement. Ist es und ein wichtiges. Okay, jetzt wechseln wir von Politik zu unserem Planeten Umwelt. Ein Thema, das uns alle betrifft. Alle ohne Ausnahme. Die Umwelt, alles um uns herum. Natur, Luft, Wasser, Erde. Der Schutz der Umwelt ist eine globale Herausforderung. Umweltschutz, das höre ich überall in Deutschland. Weil Deutschland das Thema sehr ernst nimmt. Mülltrennung, Recycling, erneuerbare Energien, das ist tief in der Kultur verankert. Die Mülltrennung. Das war am Anfang so verwirrend. Gelber Sack, Biomüll, Restmüll, Papier, Glas. Willkommen in Deutschland. Mülltrennen ist Bürgerpflicht. Und ja, am Anfang ist es verwirrend, irgendwann wird es automatisch. Wort 14: Der Klimawandel. Der Klimawandel, die langfristige Veränderung des Klimas auf der Erde. Der Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Herausforderung aus Thema 4. Genau. Und wichtige Wörter dazu, die Erderwärmung, der Treibhauseffekt, der CO2 Ausstoß. Das sind Wörter, die in jeder Nachrichtensendung vorkommen. Wir müssen den Klimawandel bekämpfen. Bekämpfen, gegen etwas kämpfen. Genau. Und den Klimawandel bremsen, verlangsamen. Dem Klimawandel entgegenwirken, aktiv dagegen arbeiten. Alles starke C1 Formulierungen. Die Nachhaltigkeit. so handeln, dass auch zukünftige Generationen gut leben können. Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit. Nachhaltig heißt langfristig denken. Genau. Nicht nur an heute denken, sondern an morgen und übermorgen. Nachhaltige Energie, nachhaltiger Konsum, nachhaltiges Wirtschaften. In Deutschland ist Nachhaltigkeit ein riesiges Thema. In der Politik, in der Wirtschaft, im Alltag. Wir müssen nachhaltiger leben. Das höre ich ständig. Und es stimmt. Wort 16. Erneuerbare Energien. Erneuerbare Energien. Energiequellen, die sich nicht erschöpfen. Sonne, Wind, Wasser. Deutschland investiert stark in erneuerbare Energien. Erneuerbar, das erneuert sich. Es geht nicht aus. Genau. Das Gegenteil, fossile Energien, Kohle, Öl, Gas, die gehen irgendwann aus. Die Energiewende, der Umgang von fossil zu erneuerbar, das ist ein zentrales Thema in der deutschen Politik. Energiewende, noch so ein typisch deutsches Wort. Ja, die Welt benutzt das deutsche Wort, weil es kein gutes Äquivalent gibt. Die Verschmutzung, wenn Luft, Wasser oder Boden dreckig werden. Die Verschmutzung der Meere ist ein globales Problem. Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung. Genau. Das Werb, verschmutzen. Die Fabrik verschmutzt den Fluss und Umweltverschmutzung, das allgemeine Wort für alle Arten von Verschmutzung. Die Umweltverschmutzung nimmt zu. Zunehmen aus Thema 6. Wort 18. Die Ressourcen. Die Ressourcen. Natürliche Rohstoffe, Wasser, Holz, Mineralien, aber auch abstrakt, Zeit, Geld, Personal. Wir müssen unsere Ressourcen schonen. Schonen heißt vorsichtig benutzen. Genau. Nicht verschwenden. Ressourcen schonen, Ressourcen sparen. Und die natürlichen Ressourcen sind begrenzt. Begrenzt? Es gibt nicht unendlich viel. Wir verbrauchen mehr Ressourcen als die Erde produzieren kann. Das ist ein erschreckender Satz. Und leider wahr. Wort 19 verbrauchen. Verbrauchen etwas aufbrauchen. Benutzen, bis es weg ist. Wir verbrauchen zu viel Energie. Und der Verbraucher, die Person, die verbraucht. Genau. Verbraucher heißt auch Konsument. Verbraucherschutz. Gesetze, die Konsumenten schützen. Der Energieverbrauch muss sinken. Sinken aus Thema 5. Jeder Verbraucher kann etwas tun. Das klingt nach Verantwortung. Ist es auch. Weiter. Wort 20. Schützen. Schützen. Etwas bewahren. Vor Schaden bewahren. Wir müssen die Umwelt schützen. Umweltschutz, Datenschutz Tierschutz. Immer Schutz. Genau. Und jemanden schützen vor etwas. Das Gesetz schützt Arbeitnehmer vor Diskriminierung. Immer mit vor und dativ. Kinder müssen vor Gewalt geschützt werden. Passiv funktioniert auch. Ja. Und es klimmt dringend. Schützen ist ein starkes Verb. Es zeigt Verantwortung. Wort 21: Umweltfreundlich. Umweltfreundlich. Nicht schädlich für die Umwelt. Wir sollten umweltfreundlichere Produkte kaufen. Auf B2 sage ich, das ist gut für die Natur. Auf C1. Das Produkt ist umweltfreundlich oder umweltbewusst, ein umweltbewusster Lebensstil. Heißt, man denkt aktiv an die Umwelt bei jeder Entscheidung. Umweltfreundlich, das Produkt. Umweltbewusst, die Person. Perfekter Unterschied. Wort 22, der Ausstoß. Der Ausstoß, was ausgestoßen wird, Gase, Schadstoffe. Der CO2 Ausstoß muss drastisch reduziert werden. CO2 Ausstoß, das höre ich in jeder Klimadiskussion, weil es das zentrale Thema ist: Ausstoß reduzieren, Emissionen senken und den Ausstoß von Treibhausgasen verringern. Alles C1 Formulierungen für die gleiche Idee. Deutschland will den CO2 Ausstoß bis 2030 deutlich reduzieren. Klingt nach Nachrichten. Ist es auch. Wort 23, das Bewusstsein. Das Bewusstsein, das Wissen um etwas, das Verständnis. Das Bewusstsein für Umweltprobleme wächst. Bewusstsein, man ist sich etwas bewusst. Genau. Umweltbewusstsein, das Bewusstsein für die Umwelt. Gesundheitsbewusstsein, das Bewusstsein für Gesundheit. Und Bewusstsein schaffen heißt Menschen auf ein Thema aufmerksam machen. Wir müssen Bewusstsein für den Klimawandel schaffen. Stark. Sehr stark. Und genau das tun Demonstrationen, Medien, Bildung, alles Themen, die wir heute besprochen haben. Wort 24, die Verantwortung. Die Verantwortung hatten wir in Thema 1, aber jetzt in einem größeren Kontext. Nicht Verantwortung im Büro, Verantwortung für die Gesellschaft. Jeder trägt Verantwortung für die nächste Generation. Verantwortung übernehmen, Thema 1. Verantwortung tragen, Thema 10. Genau. Verantwortung tragen ist schwerer. Übernehmen heißt, ich nehme sie an. Tragen heißt, ich lebe damit jeden Tag. Wir tragen Verantwortung für die Zukunft unseres Planeten. Das ist ein schwerer Satz, aber ein wahrer. Wort 25: Der Fortschritt. Der Fortschritt. Positive Entwicklung Verbesserung. Der technologische Fortschritt verändert unser Leben. Fortschritt. Man schreitet vorwärts. Genau. Vorwärts gehen, Fortschritt machen. Wir machen große Fortschritte im Bereich der erneuerbaren Energien und fortschrittlich als adjektiv. Eine fortschrittliche Gesellschaft heißt modern und offen für Veränderung. Und das Gegenteil Rückschritt. Man geht zurück. Das wäre ein Rückschritt. Niemand will einen Rückschritt. Und unser letztes Wort, Wort 200, die Zukunft. Das ist ein schönes letztes Wort, finde ich auch. Die Zukunft, was vor uns liegt. Die Zukunft gehört denen, die heute handeln. Und das ist kein Zufall, dass wir mit diesem Wort enden, denn das ist genau, was ihr heute gemacht habt. Ihr habt gehandelt 2wei Stunden lang. 200 Wörter für eure Zukunft. Das klingt fast philosophisch. ist es auch die Zukunft gestalten, aktiv formen, die Zukunft sichern dafür sorgen, dass sie gut wird. In Zukunft heißt ab jetzt in Zukunft werde ich diese Wörter benutzen. In Zukunft sage ich nie wieder ich mache, wenn ich ich erledige meinen kann. [gelächter] Das ist der Geist. Okay, stopp. Wir sind fertig. Wir sind fertig. 200 Wörter, zehn Themen, von Bewerbung bis Zukunft, von B2 bis C1. Das fühlt sich unglaublich an. Am Anfang habe ich gesagt, 200 Wörter in 2 Stunden, das ist unmöglich. Und jetzt? Jetzt fühlt es sich so an, als hätte sich mein ganzes Deutsch verändert. nicht nur Wörter, die Art, wie ich denke, genau, weil Sprache nicht nur Wörter ist, es ist, wie ihr denkt, wie ihr fühlt, wie ihr die Welt seht. Und mit diesen 200 Wörtern seht ihr jetzt die Welt auf Deutsch. Richtig, auf Deutsch. Und was mache ich jetzt? Benutzt sie heute Abend, morgen, jeden Tag. Schreibt eine E-Mail mit vereinbaren statt Termin machen. Sagt, ich erledige das statt ich mache das. sagt nachvollziehbar statt ich verstehe. Jedes Mal, wenn ihr ein C1 Wort benutzt, wird es ein Stück mehr eures. Und an die Zuschauer. Ja, liebe Zuschauer, wenn ihr bis hierhin geschaut habt, 2wei Stunden, dann wisst ihr, dass ihr es ernst meint mit Deutsch und das verdient Respekt. Ehrlich, schreibt in die Kommentare, welches Wort war euer Favorit aus allen 200? Welches Wort hat sich sofort richtig angefühlt? Und wenn euch dieses Video geholfen hat, ihr wisst, was zu tun ist, lasst ein Like da, abonniert den Kanal und teilt es mit jemandem, der auch B2 ist und mehr will, weil teilen heißt gemeinsam lernen. Und eine letzte Sache, erinnert ihr euch an den Anfang? Die Frage war: Warum wechseln Deutsche zu Englisch, wenn ich spreche? Ja, und die Antwort war 200 Wörter. Jetzt habt ihr sie, alle 200. Die nächste Person, die mit euch Deutsch spricht, wird nicht zu Englisch wechseln. Versprochen? Versprochen. Dann bis zum nächsten Video. Bis dann. Und ihr schafft das. [gelächter] Wir haben es schon geschafft. Stimmt. Habt ihr. Tschüss. Tschüss.

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