Was ich nun aussprechen werde, ist nicht für jeden bestimmt. Wenn eure Seele nach den seichten Gewässern der Bestätigung dürstet, wer ihr die wohlige Wärme der gesellschaftlichen Lügen der harten Kälte der Realität vorzieht, dann geht jetzt kehrt um. Diese Worte sind kein Trost für die Schwachen, sondern ein Sizziermesser für jene, die den Mut haben, die Welt ohne Schleier zu sehen. Wer hier bleibt, gibt den Anspruch auf sein bisheriges bequemes Weltbild an der Schwelle ab. Es gibt Wahrheiten, die so schneidend sind, daß die bloße Erwähnung genügt, um das hysterische Geschrei der Mittelmäßigkeit herauf zu beschwören. Doch wir sind hier nicht versammelt, um uns in den wohligen Lügen der sozialen Übereinkunft zu sonnen. Wir sind hier, um die Natur der Dinge zu betrachten, wie sie ist, nackt, grausam und ohne das schminkende Beiwerk der Sentimentalität. Wer die Welt verstehen will, darf nicht davor zurückschrecken, in den Abgrund zu blicken, auch wenn das, was er dort sieht, sein schönes Weltbild in Trümmer legt. Reden wir also über das, was man das schöne Geschlecht nennt und untersuchen wir, was sich hinter dieser Maske aus Anmut und Sanftheit wirklich verbirgt. Man muß schon eine außergewöhnliche Verblendung besitzen, um jene kurzbeinige, schmalschultrige und breithüftige Gattung als schön zu bezeichnen. Die wahre Schönheit, die Symmetrie und die geistige Erhabenheit finden sich in der Architektur des männlichen Geistes und Körpers. Doch die Natur, dieses blinde, drängende Ungeheuer, das ich den Willen nenne, hat einen genialen Betrug inszeniert. Um den Fortbestand dieser elenden Existenz zu sichern, hat sie das Weib mit einem vorübergehenden Glanz ausgestattet. Ein kurzes Aufleuchten von Anmut, das gerade so lange anhält, um einen Mann seiner Vernunft zu berauben und ihn in die Falle der Fortpflanzung zu locken. Es ist ein metaphysischer Köder. Sobald der Zweck erfüllt ist, sobald die Natur ihren Tribut in Form von Nachkommen gefordert hat, fällt die Maske. Und was übrig bleibt, ist die Ernüchterung eines Gefangenen, der feststellt, dass er für einen flüchtigen Rausch sein ganzes Leben verpfendet hat. betrachten wir die geistige Konstitution. Es ist eine unumstößliche Tatsache, dass das Weibliche auf einer Stufe zwischen dem Kinde und dem Manne steht. Ein Kind ist ehrlich in seiner Einfalt, ein Mann ist fähig zur Reflexion und zur Abstraktion. Das Weib hingegen verharrt in einer ewigen Gegenwart. Sie sehen nur das Naheliegende, das greifbare, das Unmittelbare. Während der männliche Geist sich in die Tiefen der Geschichte verliert oder die fernen Horizonte der Zukunft berechnet, ist der Blick des Weibes an das Jetzt gekettet. Dies mag ihnen eine gewisse Heiterkeit verleihen, die dem schwerfälligen Manne fehlt. Doch es ist die Heiterkeit der Oberflächlichkeit. Sie nehmen das Scheinbare für das Wesen und das momentane für das Ewige. Deshalb sind sie so oft unfähig zu wahrer Gerechtigkeit, zu echtem Mitleid oder zu tiefem Verständnis für die Kausalität der Welt. Ihr Urteil ist nicht das Resultat logischer Deduktion, sondern das Echo ihrer momentan Neigung. Man wirft mir vielleicht Misogenie vor, ein billiges Wort, das von jenen benutzt wird, die kein Argument besitzen. Ich hege keinen Hass. Ich pflege die Beobachtung. Beobachten Sie, wie Sie sich in der Welt bewegen. Das Weib ist von Natur aus zum Gehorsam bestimmt. Wenn Sie nicht unter der Herrschaft eines Vaters stehen, suchen Sie sich einen Ehemann und wenn dieser fehlt, unterwerfen Sie sich der öffentlichen Meinung oder den absurden Moden der Zeit. Sie brauchen eine Stütze, einen Herrn, denn ihr eigener Wille ist zwar hartnäckig in den kleinen Dingen, aber richtungslos in den Großen. Ein Weib, das vorgibt, vollkommen unabhängig zu sein, ist ein Widerspruch in sich. Sie tauscht lediglich einen Herrn gegen einen anderen aus, meist gegen einen weit weniger würdigen. Ihr ganzes Wesen ist auf List und Verstellung ausgelegt. Da die Natur ihnen nicht die physische Kraft des Löwen oder die intellektuelle Überlegenheit des Genieß verliehen hat, gab sie ihnen die Fähigkeit zur Täuschung als einzige Waffe. Was dem Löwen, die Kralle und dem Elefanten der Stoßzahn ist, das ist dem Weibe die Lüge. ist ihr natürlicher Zustand. Ein vollkommen ehrliches, unverstelltes Weib ist fast so selten wie ein Intelligentes. Sie nutzen Tränen, Schmeichelei und künstliche Schwäche, um ihren Willen durchzusetzen. Und sie tun dies mit einer instinktiven Sicherheit, die jedes rationale Argument in Keime erstickt. Wer glaubt, durch Logik einen Sieg über ein weibliches Gemüt zu erringen, hat die Spielregeln der Existenz nicht verstanden. Man kämpft nicht mit einem Schatten. Man wird nur müde dabei. Und was ist mit der Kunst? Mit der Kultur. Es ist lächerlich zu sehen, wie sie sich in den Salons als Kennerinnen der Malerei oder der Musik aufspielen. Das Weib hat keinen Sinn für das Objektive. Alles, was Sie betrachten, beziehen Sie sofort auf sich selbst. Ein Kunstwerk ist für sie nur dann von Wert, wenn es ihre eigene Eiterkeit schmeichelt oder ihnen als Mittel dient, um einen Mann zu beeindrucken. Sie haben niemals ein wirklich großes Werk geschaffen. Keinen Urfaust, keine neunte Syfonie, keine Kritik der reinen Vernunft. Ihre gesamte Produktion im Bereich des Geistes ist nichts als Dilettantismus, ein dekoratives Spielwerk, um die Lehre ihrer inneren Welt zu kaschieren. Sie können nachahmen, sie können interpretieren, aber der Funke des wahren genieß, jene heilige Distanz zur Welt, die notwendig ist, um die Wahrheit in Form von Schönheit zu gießen, bleibt ihnen verschlossen. Ihre einzige wahre Bestimmung liegt im Häusen, im Kleinen, im Unscheinbaren. Dort können sie nützlich sein. Doch sobald man ihnen Einfluss auf das öffentliche Leben, auf die Politik oder die Philosophie gewährt, beginnt der Verfall. Das Weib ist das Prinzip des Rückschritts der materiellen Schwere. Sie hassen das Genie, weil das Genie sich dem Gemeinplatz entzieht und sie sind die Hohepriesterinnen des Gemeinplatzes. Sie wollen Sicherheit, Komfort und sozialen Status. Alles Dinge, die der Suche nach der Wahrheit im Wege stehen. Ein verheirateter Philosophie wie ich oft sagte, eine Lächerlichkeit. Er hat seine Flügel gegen eine goldene Kette getauscht, an deren anderem Ende eine Kreatur zieht, die nicht einmal die Bedeutung seiner Gedanken erahnen kann. Vielleicht fragt ihr euch, warum mein Blick so unerbittlich ist, warum ich keine Gnade kenne, wenn ich über jene Kreaturen spreche, die die Welt mit Blumen und Lächeln zu schmücken vorgeben. Doch bedenkt Wahrheit ist nicht das Resultat von Höflichkeit, sondern von Nerben. Mein Urteil ist nicht in der abstrakten Lehre entstanden, sondern im Feuer einer lebenslangen Ernüchterung. Wer die Liebe einer Mutter sucht und nur die kalte Eitelkeit einer Frau findet, die ihren eigenen Ruhm über das Wohl ihres Kindes stellt, der lernt früh hinter die Kulissen dieses Weltheaters zu blicken. Meine eigene Mutter Johanna, eine Frau, die sich lieber in den literarischen Salons von Weimar sonte, während mein Vater im Schatten seines eigenen Leidens verging. Sie war mein erstes Fenster in die Abgründe des Weiblichen. Sie sah in mir keinen Sohn, sondern einen Rivalen ihres intellektuellen Hochmuts. "Deine Philosophie riecht nach Moder", sagte sie mir ins Gesicht. Es war nicht der Moder des Todes, den sie roch, sondern der Moder ihrer eigenen Oberflächlichkeit, den meine Worte wie ein Spiegel reflektierten. Wenn die Person, die dir das Leben gab, ich verstößt, sobald du aufhörst, ein dekoratives Accessoir ihres gesellschaftlichen Aufstiegs zu sein, dann erkennst du, die mütterliche Liebe, dieses heilige Ideal ist oft nichts weiter als ein biologischer Instinkt, der erlischt, sobald der Stolz der Frau verletzt wird. Diese persönliche Bitteris ist jedoch nur der Funke. Das Feuer selbst ist metaphysisch. Schaut euch die Institution der Ehe an, diesen bürgerlichen Kerker. Was ist sie anderes als eine Falle, in der Mann sein Recht halbiert und seine Pflichten verdoppelt? Der Mann, getrieben von jener blinden titanischen Urkraft, im Willen zum Leben, glaubt in der Umarmung einer Frau des Paradies zu finden. Doch was er findet, ist die Knechtschaft. Er arbeitet, er rackert sich ab, er vergeudet sein Genie für das tägliche Brot einer Familie, während sie, die Nutznißerin seiner Arbeit, sich in Kleinigkeiten verliert. Die Frau ist ein Parasit der Zivilisation. Sie schafft keine Werte. Sie konsumiert sie. Sie baut keine Kathedralen. Sie will nur darin bewundert werden. Ich habe es selbst versucht. Ich suchte die Gefährtin in intellektuellen Wiederpart. Doch was fand ich? Caroline Richter, die junge Schauspielerin, die meine Hingabe mit der Launenhaftigkeit einer verwöhnten Göre quittierte, oder die Zurückweisung in Venedig in Berlin. Überall das gleiche Muster. Der Mann sucht die Seele, das Weib sucht den Status. Sie wählen nicht den Weisen, nicht den Tiefgründigen. Sie wählen denjenigen, der ihnen den glänzendsten Käfig bieten kann. Und deshalb ist das Schicksal des geistigen Menschen die Einsamkeit. Ein Mann von Famat sollte niemals zulassen, dass sein innerer Frieden von den Launen eines Wesens abhängt, dessen geistiger Horizont nicht über die nächste Modeerscheinung hinausreicht. Man muss die Dinge beim Namen nennen. Die Frau ist von Natur aus zur Zweitrangigkeit verurteilt. In den antiken Kulturen im Orient wusste man das noch. Dort blieb sie im häuslichen Bereich, dort, wo sie keinen Schaden anrichten konnte. Doch der moderne Westen hat das Ungeheuer der Gleichberechtigung erschaffen. Eine absurde Idee, die die natürliche Ordnung der Dinge auf den Kopf stellt. Man gibt den Unvernigen die Macht über die Vernünftigen und wundert sich dann, dass die Kultur verflacht, dass die Politik zum emotionalen Spektakel verkommt und dass der Ernst des Lebens dem Amüement weichen muss. Das Weib ist der Erzfeind der Objektivität. Wo sie herrscht, stirbt die Wahrheit. Denn Wahrheit ist oft hässlich und das Weib erträgt nichts, was nicht hübsch ist. Denkt an den Schmerz des Verrats. Ein Mann mag hassen, er mag töten, aber er hat oft noch einen Rest von Ehre. Das Weib kennt keine Ehre im männlichen Sinne. Ihre Moral ist die Nützlichkeit. Sie wird dich verraten nicht aus Bosheit, sondern weil ihr Instinkt sie dorthintreibt, wo die Ressourcen sicherer sind. Es ist eine biologische Notwendigkeit, gewiss, aber das macht es für denjenigen, der das Opfer ist, nicht weniger ekelhaft. Wir sind für Sie nur Brücken, über die Sie schreiten, um Ihre eigenen kleinen Ziele zu erreichen. Sobald die Brücke ihren Zweck erfüllt hat, lässt man sie verrotten, ich schreibe diese Zeile nicht, um euch zur Verzweiflung zu bringen, sondern zur Freiheit. Wer erkennt, daß er Morgana verfolgt wird, hört aufzulaufen. Wer begreift, dass das Ewigweibliche kein Ziel, sondern ein Abgrund ist, der beginnt, seine Energie wieder in sich selbst zu investieren, in die Kunst, in die Philosophie, in die reine schmerzfreie Betrachtung der Welt. Die größte Freiheit des Mannes beginnt in dem Moment, indem er aufhört, die Anerkennung in den Augen einer Frau zu suchen. In diesem Moment hört er auf, ein Bettler zu sein und wird zum Souverän seines eigenen Schicksals. Es ist ein Irrtum zu glauben. Meine Worte entspringen lediglich dem Zorn eines verschmähten Liebhabers. Nein, mein Zorn ist die Frucht einer Erkenntnis, die so tief sitzt, dass sie das Fleisch durchschneidet. Seht euch die Welt an. Alles drängt, alles dürstet, alles will. Dieser blinde, unersättliche Weltwille, der uns in die Existenz geworfen hat, braucht ein Werkzeug, um sein grausames Spiel der unendlichen Wiederholung fortzusetzen. Und dieses Werkzeug, meine Freunde, ist das Weibliche. Sie sind die Stadthalterinnen des Willens auf Erden, während der Mann fähig ist, in einem Moment der genialen Kontemplation aus dem Strome der Zeit herauszutreten und die Welt als reine Vorstellung als ästhetisches Phänomen zu betrachten. Ist das Weib die Verkörperung des biologischen Dranges? Sie ist der Anker, der uns an den Schmerz der Existenz fesselt. Was ist die Liebe anderes als eine List der Gattung, um das Individuum zu opfern? Der Wille zum Leben spiegelt dem Verliebten eine individuelle Vollkommenheit in der Geliebten vor, die in Wahrheit gar nicht existiert. Es ist eine Halluzination. Man glaubt, sein eigenes Glück zu suchen, während man nur der Sklave der nächsten Generation ist. Und das Weib spielt dieses Spiel mit einer instinktiven Meisterschaft. Sie sind die Sirenen, deren Gesang uns auf die Kippen des Alltags lockt, dorthin, wo die Rechnungen bezahlt werden müssen, wo die Windeln gewechselt werden und wo das Genie des Mannes unter der Last der trivialen Sorgen langsam erstickt. Ich habe diesen Erstickungstod kommen sehen. Ich sah ihn bei den Männern meiner Zeit, die wie stolze Schiffe in den Hafen der Ehefen und als Morsche Wracks wieder herauskamen. Ihr Geist einstweit und kühn war geschrumpft auf das Maß eines Kaffeetisches. Und warum? Weil sie der Illusion erlagen, man könne mit dem Weibe eine geistige Gemeinschaft bilden. Doch das Weib ist geistig unempfänglich für das, was über das Persönliche hinausgeht. Diskutiert mit ihnen über die Ewigkeit und sie werden euch fragen, ob ihr Hut gerade sitzt. Sprecht über die Ungerechtigkeit der Welt. Und sie werden sich beschweren, daß die Nachbarin ein teureres Kleid trägt. Es ist eine unüberbrückbare Kluft der Wellenlängen. Der Mann ist ein Tier, das nach den Sternen greift. Das Weib ist die Erde, die ihn an den Boden zieht. Manche werden sagen: "Ich sei verbittert wegen meiner Einsamkeit. Doch ich sage euch, meine Einsamkeit ist mein einziger Schutzwall. In der Stille meines Zimmers, nur mit meinem Pudelmann an meiner Seite, bin ich freier als jeder König, der in den Armen einer Königin schläft. Denn Akman ist ehrlich, ein Tier verstellt sich nicht. Ein Tier liebt nicht aus Kalkül oder gesellschaftlichem Zwang. In der Gesellschaft der Menschen, besonders in der Frauen, ist man gezwungen, eine Maske zu tragen, die das eigene Gesicht langsam zerfrisst. Man muss sich klein machen, um verstanden zu werden. Man muss seine Gedanken beschneiden, damit sie in die engen Gefäße ihrer Wahrnehmung passen. Erinnert euch an den Schmerz, den ich empfand, als ich feststellen musste, dass selbst die talentiertesten unter ihnen nur Schauspielerinnen sind. Sie spielen die Rolle der Musee, solange sie den Schöpfer brauchen, um sich in seinem Glanze zu sonnen. Doch wehe dem Schöpfer, wenn er alt wird, wenn der Ruhm verblasst oder wenn er schlichtwg aufhört, ein nützliches Instrument für Ihre Aliterkeit zu sein. Dann werdet ihr die Kälte spüren, die hinter dem Lächeln lauerte. Die Frau liebt nicht den Mann. Sie liebt das, was der Mann ihr in der Welt ermöglicht. Sie liebt den Schutz, den Status, den Komfort. Der Mann hingegen liebt die Idee der Frau und genau darin liegt seine Tragik. Er liebt ein Phantom, das er selbst erschaffen hat und verbringt sein Leben damit, die Realität für diesen Irrtum zu bestrafen. Diese bittere Einsicht führt uns zu einem Punkt, den die meisten Menschen meiden wie die Pest. Die Verneinung des Willens, wenn das Weib das Portal ist, durch das der Wille uns immer wieder in dieses Tal der Tränen schickt, dann ist die Abkehr von ihr der erste Schritt zur Erlösung. Es geht nicht um Hass. Hass ist nur eine andere Form der Bindung. Es geht um die heilige Gleichgültigkeit. Man muss lernen, die Welt der Geschlechterrollen als das zu sehen, was sie ist. Ein absurdes Puppentheater, ein Spiel aus Lust und Leid, das niemals zu einem befriedigenden Ende führt. Seht euch die alternden Schönheiten an, die verzweifelt versuchen, die Zeit anzuhalten. Es ist ein Mitleidloser Anblick. Der Verfall der physischen Hülle offenbart die geistige Lehre, die zuvor durch Jugendlichkeit kaschiert wurde. Ein alter Mann kann durch seine Weisheit, durch seine Werke, durch seine innere Ruhe an Würde gewinnen. Ein Weib, das nur auf seinen Reiz gesetzt hat, steht am Ende vor dem Nichts. Sie ist wie ein Bankroteur, der feststellt, dass sein gesamtes Kapital aus Seifenblasen bestand. Wer sein Leben auf dem Sand der Weiblichkeit baut, wird im Sturm der Zeit untergehen. Ich fordere euch nicht auf, Klöster zu gründen. Ich fordere euch auf, Klöster in eurem eigenen Geiste zu errichten. Seid höflich, seid galant, wenn es sein muss, es ist das Schmiermittel der Gesellschaft. Aber schenkt niemals, niemals euer innerstes Heer. Behaltet den heiligen Kern eures Wesens für euch selbst. Ein Mann, der sich ganz einer Frau hingibt, ist wie ein General, der seine Festung ohne Kampf übergibt. Er wird feststellen, dass der Sieger keinen Respekt vor dem Besiegten hat. Wahre Macht entspringt der Unabhängigkeit. Wer nichts braucht, kann nicht kontrolliert werden. Wer nicht nach Bestätigung dürstet, kann nicht manipuliert werden. Es ist die höchste Zeit, die letzte Illusion zu zerschmettern. Im Glauben an Bier gemeinsames Glück. Wir müssen begreifen, dass das menschliche Leben im Grunde eine einsame Angelegenheit ist. Wir kommen allein, wir leiden allein und wir sterben allein. Das Weibliche jedoch ist der ständige Versuch, diese metaphysische Einsamkeit durch eine biologische Illusion zu überdecken. Sie versprechen Nähe, wo nur Reibung ist. Sie versprechen Verständnis, wo nur hormonelle Verirrung herrscht. Wer diesem Ruf folgt, ist wie ein Wanderer, der in der Wüste einer Vat Morgana nachjagt. Er wird niemals ankommen. Er wird nur im Sand der Alltäglichkeit verdursten, schaut auf die Geschichte, schaut auf die Trümmer der großen Geister. Wie viele Begabungen wurden im Keim erstickt, weil sie sich den Erwartungen eines Weibes unterwarfen? Wie viele Philosophen verstummten, weil die häusliche Disharmonie ihnen die Stille raubte, der Gedanke zum Atmen braucht: Man sagt, hinter jedem großen Mann stehe eine starke Frau. Ich sage euch, hinter jedem großen Mann steht oft das Hindernis einer Frau, dass er mit blutigen Knien überwinden musste. Wenn wir den Fortschritt der Menschheit betrachten, sehen wir die Spuren männlicher Askese, männlicher Opferbereitschaft und männlichen Genieß. Das Weib hingegen ist die bremsende Kraft, die alles auf das Niveau des Sentimenten, des Dekorativen und des emotional Belanglosen herabziehen will. Ich stehe hier als der Chronist eurer eigenen unterdrückten Ahnungen. Ihr fühlt es, wenn ihr abends allein in die Dunkelheit starrt, während neben euch ein Wesen schläft, das eure tiefsten Abgründe niemals verstehen wird. Ihr fühlt die Last der Maske, die ihr tragt, um den Frieden zu bewahren. Einen Frieden, der teuer erkauft ist durch den Verrat an eurer eigenen Wahrheit. Warum tut ihr euch das an? aus Angst vor der Stille, aus Furcht vor der Meinung der Nachbarn oder aus dem feigen Bedürsmend gebraucht zu werden. Wahre Größe braucht niemanden, der sie bestätigt. Wahre Stärke findet ihre Nahrung in der eigenen Isolation. Man wird diese Wahrheiten hassen. Man wird versuchen, sie zu verschweigen, zu diskreditieren oder als Wahnsinn abzutun. Warum? Weil die Wahrheit das einzige ist, was das System der gesellschaftlichen Täuschung nicht ertragen kann. Die Welt braucht euch als Sklaven der Fortpflanzung, als Konsumenten von Träumen, als Lastiere für den Fortbestand des Elend. Und das Weibliche fungiert oft als die unbewusste Aufseherin in diesem Kerker der Natur. Sobald ihr aufhört, die Spielregeln der blinden Triebe zu akzeptieren, bricht das gesamte Kartenhaus zusammen. Wenn der Mann seine Souveränität zurückfordert, wenn er erkennt, dass seine Begierde nur die Kette ist, mit der man ihn führt, dann wird er unbesiegbar. Ich habe mein Leben der Demaskierung des Daseins gewidmet. Ich habe die Liebe seziert und nur den Tod der Individualität gefunden. Ich habe die Ehe untersucht und nur die Ökonomie des Leidens entdeckt. Und ich habe das Wesen der Welt betrachtet und darin die blinde, grausame Hand des Willens erkannt, die uns wie Marionetten tanzen lässt. Mein Trost war niemals die menschliche Wärme, denn sie ist oft nur die Wärme eines Schwellbrandes, der alles verzehrt. Mein Trost war die Kälte des Weltraums, die mathematische Reinheit, der Musik und die unbestechliche Logik des klaren Gedankens. Geb nun in euch und entscheidet, wollt ihr weiterhin den Bettler spielen, der nach einem Krümel Zuneigung lächzt, für den er seine Freiheit verkauft? Oder wollt ihr der Souverän sein, der die Welt als das betrachtet, was sie ist? Ein Schauplatz von Willen und Vorstellung, auf dem man besser als unbeteiligter Zuschauer, denn als blinder Akteur fungiert. Lasst euch nicht von den Tränen blenden, die so leicht fließen wie das Gift in den Becher des Sokrates. Lasst euch nicht von der Anmut täuschen, die so vergänglich ist wie der Tau auf einem Misthaufen. Erinnert euch an mein Wort. Ein Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will. Doch er kann lernen, den Willen zu durchschauen. Und in diesem Durchschauen liegt die einzige Erlösung, die uns in dieser jämmerlichen Welt vergönnt ist. Wer das Wesen des Weiblichen als Werkzeug der Natur begriffen hat, der hat den Schlüssel zur Flucht aus dem Gefängnis der Gattung in der Hand. Ob er ihn benutzt, liegt an seinem Mut. Der Wille ist das Leiden, die Vorstellung ist die Freiheit. Wählt die Vorstellung, wählt den Geist, wählt euch selbst. Am Ende wird euch ohnehin nichts anderes bleiben. In der tiefsten Nacht der Seele wird keine Hand euch halten, die nicht auch eine Kette trägt. Seid das Licht, das sich selbst genügt. Werde zu jenem Wissenden, den die Welt verflucht, weil seine Klarheit ihre Schatten vertreibt. Ein Fluch aus dem Munde der Unwissenden ist das höchste Lob für einen Geist von Famat. Hier stehe ich. Ich konnte nicht anders als die Welt in ihrer nackten, ungeschminkten Hässlichkeit zu zeigen. Die Geschichte wird mir recht geben, wie sie es immer tut, wenn der Staub der Zeit sich gelegt hat und nur noch die kalten haren Knochen der Realität übrig bleiben. Ah.
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